BGH · IX ZB 231/78 vom 01.07.1980
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Bei der Ablehnung der Rente nach § 31 Abs. 2 BEG, die darauf beruht, daß die Erwerbsminderung unter 25 vH lag, bleibt es, wenn sich die Minderung der Erwerbsfähigkeit später erhöht. Gründe Das Berufungsurteil ist zu Ziff.I dahin zu verstehen, daß das landgerichtliche Urteil nur insoweit aufgehoben wird, als zu dem Nachteil des Beklagten und über die Kosten entschieden worden ist. Es veranlaßt unter keinem der gesetzlichen Gründe des § 219 Abs. 2 BEG die Zulassung der Revision. Die Klägerin verlangt für Schaden an Körper oder Gesundheit Entschädigungsleistungen über diejenigen hinaus, die ihr in dem 1967 durch oberlandesgerichtliches Urteil beendeten Erstverfahren zuerkannt worden sind*"* Dafür steht ihr ein Neuantragsrecht nach § 2 Abs. 1 der ErgVO zur 6. In Betracht kommen mithin nur eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse (Ver- schlimmerung; § 206 Abs. 1 BEG) und das Abhilfeverlangen Bei der Ablehnung der Rente nach § 31 Abs. 2 BEG im Erstverfahren, die darauf beruht, daß die Erwerbsminderung durch ein psychisches Leiden zur Zeit der Entscheidung 11 a Abs. 1 der 2. DV-BEG) unter 25 vH lag, bleibt es, wenn sich diese Minderung der Erwerbsfähigkeit später erhöht (BGH RzW 1979, bl). Das gilt nicht nur dann, wenn die erneute Anspruchsprüfung unter dem Gesichtspunkt der Verschlimmerung ($ 206 Abs. 1 BEG) erbeten wird, sondern auch für ein auf diese Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse gestütztes Abhilfeverlangen. Es entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß Abhilfe verweigert werden kann, wenn erst jetzt Leiden als Verfolgungsschäden genannt und Beweismittel beigebracht werden, die schon in das Erstverfahren hätten eingeführt werden können.