Entscheid.“Sornrnig. d. Senots
2456 018
BUNDESGERICHTSHOF
BKSCHLUSS
in d*r BotsaMkUflungsMCh«
Merle 0
Wj£ öroäbritannien,
Klägerin und Beacinrerdeftl^^ Rechtsanwalt
gegen
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch des Bun4e»v»i^ieltungee»t in K61xt,
Beklagte und Beec^wwrdegesfterin
tmr IX# Elvilsemt dm® Wmfidm&gorientshofii hat m It* Juni 197% durch dl.« Kloh&tr 55omp Henkel* Fuchs, Dr* fJaasai imd ?oMnm
temAdMieaftf
Me Besah*erde der Klägerin gegen 41« Nichtzulassung der Revision in Urteil da* 9» Zivilsenat* ins Oberland« age-richts I01n vm 14* Oktober 1971 wird zurüekgewisssn#
Das Bs#eln#m^d«v^rfsnr«ri ist gebtBuresim und auslageafrei f 41# &u3#rgerichtli« oben Kosten trägt di# Klägerin*
M# Wlfnn^ des B*rufungsurt#ils hat keinen gesetzll* chan Grund für di# Zulassung dar Revision (f 219 Aba* 2 BEO) ergeben«
Der B«ruiljßg»rioht#r hat Anaprüoh# dar Klägerin aus Art« VI BSX^cJ&uSG verneint* Er 1st nietst davon Überzeugt* dai di# polnisch# Nationalität ganz oder wesentlich dar Orund für sin# Verbringung in das Konssntrationslagsr Raveasbrück oha* gerichtliche* Verfahren war* Di# Vernutung in Art* VI Rr* 1 Abs« 1 Satt 3 BE£«Sehlu0G wendet «r an, Mit sl« aber für widerlegt* well di« Tätigkeit dar Klägerin hei Redaktion und Verteilung der illegalen Zeitschrift *2nak" sowie das Be« streben der natiomlsoziallstlachen Rechthaber, in Interesse der Sicherung der deutschen Besetzung in Polen nicht nur ge»
waltsame» Widerstand und so»dem «weh propagandist!«*
schon IDaagif gegen den Staat au unter*
binden, den bestimmenden Grund dafür gebildet haben, daß die Klägerin ohne gerichtliche Verurteilung und ohne gesetzliches Verfahren ln ein £<mseatrmtleaslager eingewiesen worden lat.
Die Feststellung des SehEdigmcsgrundes und der für die Widerlegung der Verwuiiiiig wesentlichen fataaohen sowie die hier-» bei erforderliche Würdigung historischer Ereignisse fällt in den Verantwortungsbereich des Tatrichters und unterliegt nicht der Nachprüfung durch das E wie 1 onageri aht * Des Berufungsurteil stimmt mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, inebeeen» dere den Grundsätzen der Entschsidimgea KsV 1969, 519 kr. 68 un4 572 Mr. 33 überein*
Entgegen der Auffassung der Beschwerde wirft der Streitfall keine Rechtsfragen auf, die einer ibitsetieidtstg de« dundeege* richtshofa bewirf in* Bl# Einwände richten sieh in Kern gegen die tatrlchterilche Foststslluag und Würdigung des historischen Sachverhalts, Me Verwertung neuen historischen Materials durch dm Tatriohter ist kein Zulassungsgrund« Me Frege, Ob Wider* Standshandlungen in dem Kreis der Schädigung aus Gründen der hatlcnalität einsubexiehen sind, ist durch boh RzW 1969, 972 Mr. 33 i^chtsgrundsätslich geklärt* für eine Fortbildung des Rechts in diesen Zusammenhang besteht Imin AnlaS.
Zorn
Henkel