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BGH

Gericht: BGH

Januar 1977 durah dla Rlohter Dr. Thuan, Zorn, Hankol, Fuchs und ihr. 1. Dia Bessfesarde dar KUgsrla rügt su thuraeht, daß das Barufungagerieht die beantragte Zeugenvernehmung ihrer Sahuester und Ibras Khanaanea in Vage dar wwngganasawnen Beweiswardlgmg unsulksslgerwelse ebgelehnt habe. Mif den Villen der Klbgerin zur Wehn» sltzbegrUndung in Deutschland kennt ss daher sicht an, sa daß diese durch das Bsvelsangebet zu beweisende Tatsache unerheblich war. Baa Oberlandesgericht verkennt much nicht dm Rechtsbegriff 4mm dauernden Auftnthalts it Sima von § 4 Abs* 1 Hr, 1 e BEG« BaB dar durah Freiheitsentzie-hattg bedingte haagmfai^alt und dar Aufenthalt ln einem DP-Lager nicht ela dauernder Aufenthalt 1» Slime daa Gesetzes galt«», bestimmt § 4 Aba« 6 BBC ausdrücklich« Ob #a sieh bai dm Aufenthalt ln dm dar IfftRRA unterstellten Krankenbaracken ia Somr 1945 um elxiaa Aufenthalt ln eine» DP-Lager gehandelt hat, lat eine Frage daa Einzelfalles und rechtfertigt nicht die Zulassung dar Revision (vgl« auch BGH RzW 1961, 6Z Nr« 16)« Das gleiche gilt für die weitere von Berufungsgericht verneinte Frage* ob dar Aufenthalt der Klägerin von Mitte September 1945 bis März 1946 ein dauernder in Sinne von § 4 Aba« 1 Nr« 1 e BEG war« Auch insoweit sind die äußeren Umstände des Einzelfalles madgeblioh, so daB sich die Frage nicht recbtsgrundsätzlich entscheiden läßt*

FragedauerndAufenthaltKlägerinRevisionBescheid

Volltext der Entscheidung

073
2iy j
Entscheid.-Sammig. d. $ 3nots
BUNDESGERICHTSHOF
U, ZB 186/73	BE	S C H L U S S
in der EntMhUlgaB(m«lw
/USA,
Klägerin, Beschwerdeführerin Beschwerdegegnerin,
- Prozeßbevollallchtlgter i Rechtsanwalt
S • s • a
Bona Rheinland - Pfals,
 vertraten durch tee Besirksant fllr Wiedergutmachung 1»
Koblenz,
 Beklagten, Beschverdeg*Än*r und Beschwerdeführer
 Der XX. ZlTilsenat 4h Bundesgerichtshofs hat aa 18. Januar 1977 durah dla Rlohter Dr. Thuan, Zorn, Hankol, Fuchs und ihr. Laag
 baaeblosaam
Dia Besahwarden dar xutgerla und das Beklagten gegen dl# Blehtsulassuag dar Revision ln Urteil das 9. Zivilsenats - EnteehAdigungsaeaste - das Oberlandesgerlehta Kohlans von 29. Januar 1873 warden surUekgevieaen.
lagenfreii jada Partei trügt Ihr« außergerichtlichen Kesten salbst.
Gründe
1. Dia Bessfesarde dar KUgsrla rügt su thuraeht, daß
 das Barufungagerieht die beantragte Zeugenvernehmung ihrer Sahuester und Ibras Khanaanea in Vage dar wwngganasawnen Beweiswardlgmg unsulksslgerwelse ebgelehnt habe. Das Baru-fungsgerlokt stallt fast, daß dia 1929 gaborana Kltgarln in dar fraglichen Zeit (September 1949 bla Mkrs 1946) noch nln-derjithrig gewesen sei. Mif den Villen der Klbgerin zur Wehn» sltzbegrUndung in Deutschland kennt ss daher sicht an, sa daß diese durch das Bsvelsangebet zu beweisende Tatsache unerheblich war.
Baa Oberlandesgericht verkennt much nicht dm Rechtsbegriff 4mm dauernden Auftnthalts it Sima von § 4 Abs* 1 Hr, 1 e BEG« BaB dar durah Freiheitsentzie-hattg bedingte haagmfai^alt und dar Aufenthalt ln einem DP-Lager nicht ela dauernder Aufenthalt 1» Slime daa Gesetzes galt«», bestimmt § 4 Aba« 6 BBC ausdrücklich« Ob #a sieh bai dm Aufenthalt ln dm dar IfftRRA unterstellten Krankenbaracken ia Somr 1945 um elxiaa Aufenthalt ln eine» DP-Lager gehandelt hat, lat eine Frage daa Einzelfalles und rechtfertigt nicht die Zulassung dar Revision (vgl« auch BGH RzW 1961, 6Z Nr« 16)« Das gleiche gilt für die weitere von Berufungsgericht verneinte Frage* ob dar Aufenthalt der Klägerin von Mitte September 1945 bis März 1946 ein dauernder in Sinne von § 4 Aba« 1 Nr« 1 e BEG war« Auch insoweit sind die äußeren Umstände des Einzelfalles madgeblioh, so daB sich die Frage nicht recbtsgrundsätzlich entscheiden läßt*
Die Beschwerde des Beklagten lat gleichfalls unbegründet« Daa Berufungsgericht legt dm angefochtenen Bescheid dahin aus, daß die Batsehädlgungebehärde damit auch dm Antrag der Klägerin auf Gewährung von Härteausgleich abgeleimt hat* Ebenso geht das Oberlandeagericht offensichtlich davon aus, daß die Klägerin mit ihrer Klage dm gesamten Bescheid vom 19« September 1968 und damit auch die Ablehnung ihres Antrages auf Härteauagleioh angegriffen hat« Ob dies zutrifft, lat keine Frage, die die Zulassung der Revision begründen kennte* Wenn der Bescheid aber auch den Antrag auf Gewährung von Härteauagleioh abgelehnt hat, dann 1st die Entscheidung des Berufungsgerichts, ihn
 insoweit eufzuheben, im Ergebnis richtig, über einen Antrag auf Gewitmmg eines Härteausgleichs kennen die ^tschi&igungeorgane nämlich erst entscheiden» wenn Uber den Rechtsanspruch auf Entschädigung unanfechtbar entschieden worden ist (BGH Rg¥ 196$» 353 Nr. 14).
Zorn