BGH · IX ZB 135/73 vom 22.06.1976
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
BEG § 231 Abs, 1 Burch ©inen Antrag auf Anerkennung als Verfolgter nach dem Bayerischen Gesetz vom 27« März 1952 (GVB1 Seite 124) ist kein Anspruch auf Entschädigung im Sinne des § 231 Abs, 1 BEG angemeldet worden. Das Beschwerdeverfähren ist gebühren- und auslagenfrei; die außergerichtlichen Kosten trägt der Kläger. Februar 1952 seine Anerkennung als Verfolgter nach dem Bayerischen Gesetz über die Anerkennung als Verfolgte vom 27» März 1952 (GVB1 Seite 124). Denn, wie das Berufungsgericht richtig erkannt hat, war das durch den Antrag vom Februar 1952 ausgelöste Verfahren nicht gemäß § 251 Abs. 1 BEG in das Entschädigungsverfahren nach diesem Gesetz übergeleitet worden. Nicht nur ein Antrag nach Inkrafttreten des BErgG und des BEG am 1, Oktober 1953 setzt voraus, daß aus der Erklärung des Antragstellers sein Wille, Entschädigungsleistungen zu verlangen, unmißverständlich hervorgeht (BGH RzW 1968, 137), sondern auch ein früher gestellter Antrag muß unzweideutig erkennen lassen, daß der Antragsteller Entschädigungsleistungen nach den damals gültigen Entschädigungsgesetzen, etwa dem in Bayern am 12* August 1949 verkündeten US-EG (GVB1 Seite 195) oder anderen entschädigungsrechtlichen Vorschriften der Länder (vgl. Denn ein erneuter Antrag war nach § 231 Abs. 1 BEG nur dann nicht notwendig, wenn der Anspruch auf Entschädigung bereits auf Grund der bisher geltenden Vorschriften angemeldet worden war. Diesen Anforderungen an eine überleitungsfähige Anmeldung eines Anspruchs auf Entschädigung genügte der Antrag auf Anerkennung als Verfolgter nach dem Bayerischen Gesetz vom 27. Eine Wiedereinsetzung für den im Februar 1964 gestellten Antrag auf Entschädigung für Schaden an Körper oder Gesundheit hat das Berufungsgericht abgelehnt, ohne von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (RzW I960, 135 Nr. 37; 1965, 524; 1970, 314; 1971, 510; 1972, 27; 1973, 96;