BGH · IX ZB 134/83
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Beklagten und Beschwerdegegner Der IX« Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Herz und die Richter Zorn, Henkel, Fuchs \ind Gärtner am 1« März 1984 beschlossen: des Gesundheitsschadensanspruchs war daher bereits vor Verkündung des BEG-Schlußgesetzes rechtswirksam (BGH RzW 1964, 327; 1969, 275 und ständig)* Somit mußte der Kläger diesen Anspruch innerhalb der Substantiierungs-frist des § 190 a Abs. 1 BEG substantiieren (BGH RzW 19J75, 237 und ständig)* Daran ändert nichts, daß er seinen Anspruch wegen GesundheitsSchadens nunmehr auch auf § 31 Abs* 2 BEG stützt* Die längere Substantiierungsfrist nach Art* III Nr* 1 Abs.4, 5 BEG-SchlußG, die erst am 2* September 1967 abgelaufen ist (vgl* BGH RzW 1975» 168 Nr* 2), setzt voraus, daß bis zur Verkündung des BEG-Schlußgesetzes kein rechtswirksam gestellter Anspruch wegen Schadens an Körper oder Gesundheit vorlag (BGH Urteil vom 25. Wer bereits vor Inkrafttreten des BEG-Schlußgesetzes Anspruch auf Entschädigung seines Gesundheitsschadens hatte, kann sich nicht auf die Regelung des Uberleitungsrechts berufen, sondern muß seine Ansprüche nach den Vorschriften des BEG weiterverfolgen* Er hatte in einem solchen Fall, unabhängig vom Erlaß der Durchführungsverordnung zu $$ 31 Abs* 2, 42 Abs* 2 BEG, ausreichend Zeit, seinen . Auch die weiteren Angriffe des Beschwerdeführers gegen das Berufungsurteil führen nicht zur Zulassung der Revision* Das Schreiben seines Bevollmächtigten mit den Substantiierungsunterlagen ist gemäß dem EingangsStempel der Behörde erst am 4* April 1967, also verspätet, dort Der durch den behördlichen Eingangsstempel auf einem Schriftstück begründete Beweis» daß es zu dem bescheinigten Zeitpunkt bei der Behörde eingegangen ist» kann nicht durch die Behauptung widerlegt werden» das Schriftstück datiere von einem Zeitpunkt zwei Tage vor Fristablauf und hätte daher bei Unterstellung der Absendung noch am selben Tage bei normalem Postverlauf rechtzeitig bei der Behörde ein-gehen müssen. Die von dem Kläger behauptete Verwirkung des Rechts auf Geltendmachung des Erlöschens des Anspruchs nach § 190 a Abs. 1 BEG scheidet schon aus Rechtsgrün-den aus. Der nicht fristgerecht substantiierte Anspruch erlischt nach $ 190 a Abs. 1 BEG von Rechts wegen» ohne daß es darauf ankommt» ob sich die Behörde auf das Erlöschen des Anspruchs beruft und den Anspruch daran scheitern läßt (BGH RzW 1971» 562).