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BGH · IX ZB 125/8

Gericht: BGH · Aktenzeichen: IX ZB 125/8

De« Berufungsgericht geht rear zu Unrecht davon aus» die Entschädigung*behdrda Jöe ihr Ermessen sachgerecht aus« wenn eie eich auf die verspätete Einreichung des Zwei tverffchren* Antrages berufe. Denn die Behörde kette bereit« eit Schreiben von 9« Hkr* 1961 an den damaligen Bevollmächtigten der iCligerin erklärt» daB mit den Urteil des Bundesgerichtshof» in Hz* I960» 34 ein hinreichender Diese Zusage bindet die Behörde jedoch nur hin» sichtlich der SnessensaxisUbtiag* eine schliche Prüfung des Zweitverfahrensaatragse su verweigern» Die Bindung eretreckt sich dsgegea nicht auf dis Hsehts-Xrage* oh der ZMltverfahreasaatrng sachlich begrün« det ist« dae heiät* eh die frühere Zatsche 1 düng in Hrgehale falsch ist« Das gilt auch dann« wenn wie in vorüsgsadsa Fall die Behörde ia den e« a« Schreibe» von 9« Wm 1981 erklärt hat« auch in der dache seiest sei die surer vertretene ablehnende Hechtsansicht als überhelt sasusehea« Seihet wsa die Behörde in einen Beeeheld die Aosprueheversttseetsungea dee § 4 Abs» 1 Br« 1 e BSD» un die ee hier geht« bejaht hätte« wären die a»tschddi gtang»geflehte hieran nicht gebunden* weil ee eich dabei un die Entscheidung einer iiechtsfr^ge uad nicht un eine ianeessensenttcbelduag handelt» Dee Berufungsgericht prüft aber hilfawelse« ob das frühere rechtskräftige Urteil des Gberlaadssgerlehts Frtmkfurt/gaia wen 3« Februar 1974 richtig gewesen sei uad Abhilfe deshalb auch aus Hechtsgründen «usscheide« Dabei stellt ee für das Vorliegen dee $ 4 Abs* 1 hr. De« abgesehen davon, dad ee sich hei ein« höchstens halbjährig« Aufenthalt 1* Regelfall nicht um ein« dauernd« Aufent« halt handelt, lass« ee die vom Berufungsgericht und auch sch« v« Landgericht dergelegt« besonder« Umstünde nicht sie rechtsfehlerhaft erschein«» ein« dauernd« Aufmtfcalt der Klägerin im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 1968 zu verneinen« Dabei kommt auch dm Ausführung« dm Oberlandesgerichts Frankfurt/ Kain im Urteil vom 9« Februar 197b besonderes Gewicht tu, das sich ausführlich auch mit der Frage des {feuernden Aufenthalte* auseinandersetzt und ein« solch« verneint« Hinsichtlich der später« *ohn*l tzbegründrag ln Frsnkfurt/Hein im Jahre 1979 behaftet die Klägerin

DidauernBehördeBerufungsgerichtAufenthaltKlägerineich

Volltext der Entscheidung

BUHDESGERICHTSHOF
IX ZB 125/8»
BESCHLUSS

in dar ^tschädlgungsaacha
 Kl&garln und äaachvarda/uhrar in , • Pposadbavollndchtigtsrs ftachtssnwal/
g a g « n
Land Hassan,
 vartratan durch dan Hasslschan Sosialsinistar, itnBtA
öahlftgtan und Baschwardagagnar
• 2 •
Der IX» Zivilsenat des 3unöeagericbt*hoXs hat durch du Vorsitzenden Richter Hers und di« dicht«* Zorn, denkel» Gärtner und Dr. OraBtoX
m 20* Dezember 1964 beeohloesen*
Di« Besehwerd« d«r Siegerin gegen di« isiieht-Zulassung d«r Revision ln Urteil d«« 10« ZI-vtlsensta de* Oheriandesgerichts Frankfurt an Heia vom 6, Juni 1964 wird zurückgeviesen»
Di« aik}erg«lchtllch«n dornten de« Beschwerde-verfahren« trägt di« Klägerin»
q r tl n d e
Di« gesetzliche» Vorsuseetzuagen XOr di« Zulassung der Herleien ge«äd $ 219 Ah«» 2 DXO liegen nicht vor»
De« Berufungsgericht geht rear zu Unrecht davon aus» die Entschädigung*behdrda Jöe ihr Ermessen sachgerecht aus« wenn eie eich auf die verspätete Einreichung des Zwei tverffchren* Antrages berufe. Da hei kann offenbleiben» oh einer sachgerechten ErnsssensausUbung der intern« Ak-tenvemerk entgegen«teht« den die Behörde zu den Vergleich von 25» Ära 1961 geXertlgt hat. Denn die Behörde kette bereit« eit Schreiben von 9« Hkr* 1961 an den damaligen Bevollmächtigten der iCligerin erklärt» daB mit den Urteil des Bundesgerichtshof» in Hz* I960» 34 ein hinreichender
 
Cruad gegeben dtif dim Antrag vtn 29« August 1930 «la fristgerecht ansuseben» ä» diese Erklärung 1st die Behörde auch für die Behandlung des Ansprüche wegen Ge» iadfetitsachadeas gebunden; eia Abgehea won dieser Zu» sage ehre schon aus den Gesichtspuast des renire contra X so tun propriua emeeeewe fehlerhaft (BGH« Ort» v,
 19« Juli 1972 ~ XX 2R 286/69)«
Diese Zusage bindet die Behörde jedoch nur hin» sichtlich der SnessensaxisUbtiag* eine schliche Prüfung des Zweitverfahrensaatragse su verweigern» Die Bindung eretreckt sich dsgegea nicht auf dis Hsehts-Xrage* oh der ZMltverfahreasaatrng sachlich begrün« det ist« dae heiät* eh die frühere Zatsche 1 düng in Hrgehale falsch ist« Das gilt auch dann« wenn wie in vorüsgsadsa Fall die Behörde ia den e« a« Schreibe» von 9« Wm 1981 erklärt hat« auch in der dache seiest sei die surer vertretene ablehnende Hechtsansicht als überhelt sasusehea« Seihet wsa die Behörde in einen Beeeheld die Aosprueheversttseetsungea dee § 4 Abs» 1 Br« 1 e BSD» un die ee hier geht« bejaht hätte« wären die a»tschddi gtang»geflehte hieran nicht gebunden* weil ee eich dabei un die Entscheidung einer iiechtsfr^ge uad nicht un eine ianeessensenttcbelduag handelt»
Dee Berufungsgericht prüft aber hilfawelse« ob das frühere rechtskräftige Urteil des Gberlaadssgerlehts Frtmkfurt/gaia wen 3« Februar 1974 richtig gewesen sei uad Abhilfe deshalb auch aus Hechtsgründen «usscheide« Dabei stellt ee für das Vorliegen dee $ 4 Abs* 1 hr. 1 e EEG ausdrücklich nur siuf die Wohnsl tzhsgründung in Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ab* während diese
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Vorschrift auch slum dauernden Aufenthalt genügen last, wobei 8« auf im *111« der üohaal tzbegrindung nicht an« (vgl. «eh BGH Hz* 1939» 220; 1969, 329 hr. 18}, mm dem Zus^mmenhcng dee Urteile und 4er Inbezugnahme 4ee «gefochtm« Urteile ergibt eich Jedoch» 4*4 da# Berufungsgericht euch die objektiv« Voraussetzung« eine« dauernd« Aufmthaltes für die Zelt vom Januar/ Februar hie Juli 1966 in Frnnkfurt/Hain für sicht ge« geh« «sieht.
Due trägt dee derufungsurteil. De« abgesehen davon, dad ee sich hei ein« höchstens halbjährig« Aufenthalt 1* Regelfall nicht um ein« dauernd« Aufent« halt handelt, lass« ee die vom Berufungsgericht und auch sch« v« Landgericht dergelegt« besonder« Umstünde nicht sie rechtsfehlerhaft erschein«» ein« dauernd« Aufmtfcalt der Klägerin im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 1968 zu verneinen« Dabei kommt auch dm Ausführung« dm Oberlandesgerichts Frankfurt/ Kain im Urteil vom 9« Februar 197b besonderes Gewicht tu, das sich ausführlich auch mit der Frage des {feuernden Aufenthalte* auseinandersetzt und ein« solch« verneint« Hinsichtlich der später« *ohn*l tzbegründrag ln Frsnkfurt/Hein im Jahre 1979 behaftet die Klägerin
c%lhat nicht* daü *i# 4m Virniil»n$*gßhlmt noch 1&
3GH iiz* 1974»
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