* Auf prinzlaw.com finden Sie die Webseite der vom Medienrechtsanwalt Prof. Dr. Matthias Prinz gegründeten Kanzlei. Dies hier ist die davon unabhängige und eigenständige Webseite von Rechtsanwalt Matthias Prinz mit Kanzleisitz in Mainz.ok

BGH · IX ZA 34/06

Gericht: BGH · Aktenzeichen: IX ZA 34/06

Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Dr. Ganter, Raebel, Dr. Kayser, Cierniak und Dr. Fischer am 28. Der Antrag des Beklagten zu 1 auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für die Einlegung einer Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe, 19. 1 Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe ist zurückzuweisen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§114 Satz 1 ZPO). Das Vorbringen des Beklagten zu 1, mit dem dieser seinen Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe begründet hat, gibt zu einer abweichenden Beurteilung keinen Anlass.

Zitierte Normen: § 114 ZPO
ProzesskostenhilfeRechtOberlandesgerichtsFrageZPOZivilsenat

Volltext der Entscheidung

BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
IX ZA 34/06
vom 28. September 2006 in dem Rechtsstreit
-2-
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Dr. Ganter, Raebel, Dr. Kayser, Cierniak und Dr. Fischer
 am 28. September 2006 beschlossen:
Der Antrag des Beklagten zu 1 auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für die Einlegung einer Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe, 19. Zivilsenat in Freiburg, vom 7. Juli 2006 wird zurückgewiesen.
Gründe:
1	Der	Antrag	auf	Gewährung	von	Prozesskostenhilfe ist zurückzuweisen,
 weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§114 Satz 1 ZPO).
2	Auf	die Frage, derentwegen das Oberlandesgericht die Rechtsbe-
schwerde zugelassen hat - ob für die Entscheidung über die Ablehnung eines Richters am Amtsgericht nach § 45 Abs. 3 ZPO ein Einzelrichter des Landgerichts oder die voll besetzte Kammer zuständig ist -, kommt es nicht an, wenn die Ablehnung im Ergebnis zu Recht als unbegründet angesehen worden ist. Dies sieht auch der Beklagte zu 1 nicht anders, weil er diese Frage als bloße "Formalie" bezeichnet und nur darauf Wert legt zu erfahren, ob der abgelehnte Richter befangen war oder nicht.
 
3	Eine	Befangenheit hat das Oberlandesgericht indes zu Recht verneint.
Vorab kann auf die zutreffenden Erwägungen des Oberlandesgerichts Bezug genommen werden. Das Vorbringen des Beklagten zu 1, mit dem dieser seinen Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe begründet hat, gibt zu einer abweichenden Beurteilung keinen Anlass.
Ganter	Raebel	Kayser
 Cierniak
Fischer
 Vorinstanzen:
LG Konstanz, Entscheidung vom 03.01.2006 - 12 T 362/05 -OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 07.07.2006 - 19 W 23/06 -