BGH · IVb ZB 3/86 vom 15.03.1989
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn und Dr. Zysk am 15. Auf die Rechtsmittel der Landwirtschaftlichen Alterskasse Darmstadt werden der Beschluß des 1. Juni 1983 in Ziffer 2 des Entscheidungssatzes dahin geändert, daß ein Ausgleich der landwirtschaftlichen Altersversorgung des Antragstellers nicht stattfindet. Die Gerichtskosten der von der Landwirtschaftlichen Alterskasse Darmstadt eingelegten Rechtsmittel haben Antragsteller und Antragsgegnerin je zur Hälfte zu tragen; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet. Dezember 1979, § 1587 Abs. 2 BGB) haben beide Eheleute bei der LandesVersicherungsanstalt Hessen (LVA; weitere Beteiligte zu 1) Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben. Juli 1966 Beiträge an die Landwirtschaftliche Alterskasse (LAK; weitere Beteiligte zu 2) entrichtet, das landwirtschaftliche Unternehmen jedoch im November 1979 aufgegeben und über diese Zeit hinaus keine weiteren Beiträge entrichtet. Nach Scheidung der Ehe hat das Amtsgericht den Versorgungsausgleich dahin durchgeführt, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der LVA Rentenanwartschaften von monatlich 135,15 DM auf das Versicherungskonto der Ehefrau übertragen und - zu dem Ausgleich einer auf 168,12 DM monatlich berechneten ehezeitlich erworbenen Anwartschaft auf landwirtschaftliches Altersgeld, die es in vollem Umfang der Ehezeit zugerechnet hat - für die Ehefrau auf deren Versicherungskonto bei der LVA monatliche Rentenanwartschaften von 84,06 DM, bezogen auf den 31. Ausgleich der landwirtschaftlichen Altersversorgung angeht, Beschwerde eingelegt, weil der Ehemann von der Möglichkeit der Weiterentrichtung von Beiträgen keinen Gebrauch gemacht habe und die Erklärungsfrist nach § 27 Abs. 1 GAL habe verstreichen lassen, so daß die Anwartschaft verfallen sei. Hiergegen hat die LAK (zugelassene) weitere Beschwerde eingelegt, mit der sie den Antrag auf Aufhebung der Versorgungsausgleichsentscheidung über die landwirtschaftliche Altersversorgung weiterverfolgt. Das Oberlandesgericht hat den Standpunkt vertreten, daß die bei der LAK erworbene Anwartschaft des Ehemannes trotz des fruchtlosen Ablaufs der Erklärungsfrist nach § 27 Abs. 1 GAL weiterhin ausgleichsfähig sei. 8/84 - BGHR BGB § 1587a II Nr. 4 b Altersversorgung, landwirtschaftliche 1 = FamRZ 1987, 1016), kann eine Anwartschaft auf landwirtschaftliches Altersgeld, die für den ausgleichspflichtigen Ehegatten in der Ehezeit begründet oder aufrechterhalten worden ist, nicht ausgeglichen werden, wenn sie vor dem für die letzte tatrichterliche Entscheidung maßgebenden Zeitpunkt wegfällt, weil der Ehegatte nach Beendigung seiner Tätigkeit als landwirtschaftlicher Unternehmer keine Weiterversicherungserklärung nach § 27 Abs. 1 GAL abgegeben hat und die Möglichkeit der anwartschaftserhaltenden Weiterentrichtung von Beiträgen entfallen ist. Hiernach war die vom Ehemann in der Ehezeit erworbene Anwartschaft auf landwirtschaftliches Altersgeld nicht auszugleichen, weil der Ehemann lediglich bis zu dem 30. November 1979 Beiträge an die LAK entrichtet und innerhalb der in § 27 Abs. 1 GAL vorgesehenen Frist von zwei Jahren nach dem Ende der Beitragspflicht keine Weiterversicherungserklärung abgegeben hat, so daß im maßgebenden Zeitpunkt der Beschwerdeentscheidung der Wegfall seiner Anwartschaft feststand.