BGH · IVb ZB 87/82 vom 02.03.1983
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn und Dr. Zysk am 2. Auf die Beschwerde der Antragsgegnerin wird das Urteil des Amtsgerichts - Familiengericht - in St. Wendel vom 11. Zu Lasten der für den Antragsteller bei dem Saarland, vertreten durch den Minister für Kultus, Bildung und Sport in S^HHHHBr SfllHBstraße 32 bestehenden Bearatenversorgungsanwartschaften werden Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 491,14 DM - bezogen auf den 31. kirchlichen Zusatzversorgungskasse Kl gung hat die Ehefrau - bezogen auf das Ende der Ehezeit - eine Anwartschaft auf Versorgungsrente in Höhe von monatlich 2o,19 DM erlangt? Das Amtsgericht - Familiengericht - hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden und den Versorgungsausgleich dahin geregelt, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der Landesversicherungsanstalt (LVA) für das Saarland (weitere Beteiligte zu 1) Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 3o,5o DM (Hälfte des Wertunterschiedes zwischen 94 DM und 33 DM) - bezogen auf den 31. Ferner hat das Gericht zu Lasten der für den Ehemann bei dem Saarland, vertreten durch den Minister für Kultus, Bildung und Sport (weiterer Beteiligter zu 2) bestehenden BeamtenVersorgungsanwartschaften auf dem Rentenkonto der Ehefrau Rentenanwartschaften in Höhe von 481,o5 DM - bezogen auf den 31. Hierbei hat es den Anwartschaften des Ehemannes auf Ruhegehalt nach dem Beamtenversorgungsgesetz (von 982,28 DM) die Anwartschaft der Ehefrau auf Versorgungsrente aus dem Zusatzversorgungsverhältnis (von 2o,19 DM) gegenüber ge st eilt und sodann die Hälfte des Wertunterschiedes zugunsten der Ehefrau nach § 1587 b Abs. 2 BGB ausgeglichen. Gegen diese Entscheidung hat die Ehefrau insoweit Beschwerde eingelegt, als das Amtsgericht ihre Anwartschaft auf Versorgungsrente aus der Zusatzversorgung trotz Nichterfüllung der satzungsmäßigen Wartezeit in den Versorgungsausgleich einbezogen hat. Hiergegen wendet sich die Ehefrau mit der zugelassenen weiteren Beschwerde, mit der sie das Begehren weiterverfolgt, ihre - noch nicht unverfallbare - Anwartschaft aus dem Zusatzversorgungsverhältnis bei dem öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich unberücksichtigt zu lassen. Hiermit ist der angefochtene Beschluß nicht zu vereinbaren, da das Oberlandesgericht die Anwartschaft der Ehefrau auf Versorgungsrente in den Versorgungsausgleich einbezogen hat, obwohl die satzungsmäßige Wartezeit bei der kirchlichen Zusatzversorgungskasse - als Grundvoraussetzung für die Unverfallbarkeit der Versorgungszusage - nicht erfüllt ist. Die Anwartschaft der Ehefrau aus dem Zusatzversorgungsverhältnis muß vielmehr als noch verfallbare Anwartschaft bei der Durchführung des öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs außer Betracht bleiben. Das hat zur Folge, daß dem Wertausgleich nach § 1587 b Abs. 2 BGB die ehezeitlich erlangte Anwartschaft des Ehemannes auf Beamtenversorgung in Höhe von 982,28 DM ungekürzt zugrunde zu legen ist.