BGH · IVb ZB 49/87 vom 11.03.1987
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Dr. Krohn, Dr. Macke, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 11. Der Kläger, minderjähriges eheliches Kind des Beklagten, nimmt diesen im Wege der Stufenklage auf Auskunft über sein Einkommen und auf Zahlung eines über den in einem früheren Verfahren bereits ausgeurteilten Betrag von monatlich 415 DM hinausgehenden Unterhalts in noch zu beziffernder Höhe in Anspruch. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat ihn durch Teilurteil verurteilt, dem Kläger Auskunft über seine Einkünfte in den Jahren 1984 und 1985 zu erteilen und als Belege die Steuererklärungen für diese Jahre, den Steuerbescheid für 1984 sowie eine Jahreseinkommensbescheinigung der Arbeitgeberin für 1985 vorzulegen. Gegen das Teilurteil hat der Beklagte Berufung eingelegt, soweit er weitergehend verurteilt worden ist als zur Auskunft über seine Einkünfte als leitender Angestellter der GmbH im Jahre 1985 nebst Vorlage der Verdienstbescheinigung seiner Arbeitgeberin für dieses Jahr. In einem späteren Beschluß hat es Gegenvorstellungen des Beklagten zur Wertbemessung zurückgewiesen und die Berufung als unzulässig verworfen, weil die Berufungs-summe nicht erreicht worden sei. Es hat dabei jedoch nur dessen Interesse an der Vermeidung des für die Auskunftserteilung notwendigen Zeit- und Arbeitsaufwandes zugrunde gelegt und ausgeführt, ein schutzwürdiges Geheimhaltungsinteresse, das zur Streitwerterhöhung führen könnte, habe der Beklagte nicht dargetan. Das Interesse an der Klärung der Rechtsfrage, ob die seit 1984 vom Beklagten durch eine Nebentätigkeit erzielten Einnahmen in die Unterhaltsberechnung für den Kläger einzubeziehen sind, hat es außer Betracht gelassen, weil es durch die Verpflichtung zur Auskunftserteilung nicht berührt werde. Die angefochtene Entscheidung steht im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, auch des Senats, zur Bewertung des Interesses eines auf Auskunft in Anspruch genommenen Beklagten, wenn er als Rechtsmittelkläger die Verurteilung zur Auskunft und zur Vorlage von Belegen ganz oder teilweise angreift (vgl. Es ist auch nicht ermessensfehlerhaft, für die danach verbleibende Bewertung des für die Auskunftserteilung notwendigen Zeit- und Arbeitsaufwandes nicht mehr als 500 DM anzusetzen Die sofortige Beschwerde zeigt nicht auf, inwiefern hierfür ein höherer Betrag angesetzt werden müßte. Solche hat der Beklagte aber nicht vorgetragen; seine Erwägung, der Kläger erhalte mit dem in einem früheren Verfahren zugesprochenen Barunterhalt von 415 DM zuzüglich anteiliges Kindergeld (25 DM) bereits den seiner Lebensstellung angemessenen Unterhalt und bedürfe daher keiner weiteren Informationen, betrifft die Frage, ob der Kläger die begehrte Auskunft verlangen kann, nicht aber das Interesse des Beklagten, die Auskunft nicht erteilen zu müssen.