BGH · IVb ZB 35/88 vom 05.07.1989
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 5. Die Sache wird zur neuen Behandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der weiteren Beschwerde, an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. Das Amtsgericht hat die Ehe der Parteien vorab geschieden und den Versorgungsausgleich später in der Weise geregelt, daß es im Wege des Splittings Rentenanwartschaften des Ehemannes bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA - weitere Beteiligte zu 2) in Höhe von monatlich 65,15 DM, bezogen auf den 31. Ferner hat es zu Lasten der bei der KÄV bestehenden Versorgungsanwartschaft des Ehemannes für die Ehefrau bei der C^HBH Lebensversicherungs AG eine dynamische Rentenanwartschaft in Höhe von monatlich 1.261,46 DM, ebenfalls bezogen auf den 31. Die KÄV hat gegen den Ausgleich der bei ihr bestehenden Anwartschaft Beschwerde erhoben, mit der sie geltend gemacht hat, daß das Amtsgericht nicht in allen Punkten die für die Realteilung maßgebende Regelung zutreffend berücksichtigt habe. Das Oberlandesgericht hat diese Neuregelung als unangemessen angesehen und deswegen die Anrechte des Ehemannes aus der EHV der Ausgleichsform des Quasi-Splittings nach § 1 Abs.3 VAHRG unterworfen. Es hat zu Lasten des Anrechts des Ehemannes aus der EHV für die Ehefrau monatliche Rentenanwartschaften in Höhe von 716,75 DM bei der BfA begründet und den Ausgleich restlicher Anwartschaften von monatlich 495,40 DM dem schuldrechtlichen Versorgungsausgleich Vorbehalten . Mit der - zugelassenen - weiteren Beschwerde hat die KÄV darauf hingewiesen, daß die für die Realteilung von Anrechten aus der EHV maßgebende Regelung mit Wirkung ab 1. Wie der Senat bereits entschieden hat, ist ungeachtet des aus § 1 Abs. 2 Satz 2 VAHRG folgenden Gestaltungsspielraums des Versorgungsträgers die Regelung einer Realteilung daraufhin zu überprüfen, ob bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind, die sich aus deren Charakter als Form des öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs und dem Rechtsgedanken des § 1587b Abs.4 BGB ergeben, und ob Januar 1989 eine Neufassung in Kraft getreten ist, die nach ihrem zeitlichen Geltungswillen auch den vorliegenden Fall erfaßt, sind die Ausführungen des Oberlandesgerichts zu dieser Frage weitgehend überholt. Es hat zu dem einen beanstandet, daß der Ausgleichsberechtigte Leistungen aus der EHV erst dann erhalten kann, wenn auch an den Ausgleichspflichtigen Leistungen zu gewähren sind, zu dem anderen, daß sich die Leistungen mit dem Tod des Ausgleichspflichtigen vermindern. Mit dieser Neufassung hat sich der Senat bereits in dem angeführten Beschluß vom 12. Mai 1989 hat der Senat zu dieser Frage dargelegt, daß der ausgleichsberechtigte Ehegatte durch ein solches Manko nicht beschwert ist, weil es sich ausschließlich um den Schutz des ausgleichsverpflichteten Ehegatten vor Kürzungen seiner Versorgung handelt. 3. Für das weitere Verfahren wird auf folgendes hingewiesen : Der Senat hat inzwischen auch entschieden, daß seit Inkrafttreten des § 10a VAHRG der erst nach Ende der Ehezeit erfolgte vorzeitige Eintritt eines Ehegatten in den Ruhe- ' stand schon in der Erstentscheidung über den Versorgungsausgleich zu berücksichtigen ist (vgl. Seine Auffassung, der Ehezeitanteil der Versorgungsanrechte des Ehemannes sei trotzdem auf der Grundlage der regelmäßigen Altersgrenze zu errechnen, weil auch der nicht in die Beschwerdeinstanz gelangte Ausgleich der beiderseitigen Anwartschaften bei der BfA im Sinne von § 10a VAHRG korrekturbedürftig und deswegen ein Abänderungsverfahren ohnehin notwendig sei, teilt der Senat nicht. Gründe der Verfahrensökonomie sprechen dafür, die Möglichkeit zur Vermeidung eines AbänderungsVerfahrens nach § 10a VAHRG auch in Bezug auf einen abtrennbaren Teil des Ausgleichs zu nutzen, zu demal insbesondere im Hinblick auf nicht voraussehbare Rechtsänderungen im Einzelfall nie abzuschätzen ist, ob ein Abänderungsverfahren vermieden werden kann.