BGH · IVb ZB 25/82 vom 16.02.1983
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Krohn, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 16. Lebensjahres) fällig wird und deren auf das Ende der Ehezeit bezogene Höhe das Oberlandesgericht mit jährlich 1.171,25 DM oder - nach Dynamisierung mit Hilfe der Barwertverordnung - mit monatlich 37,10 DM angenommen hat. Die Ehefrau hat weitere Anwartschaften aus einer Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Dezember 1980 getroffenen Feststellungen des Oberlandesgerichts hat sie hieraus - bezogen auf das Ende der Ehezeit - Anwartschaften auf eine dynamische Versorgungsrente in Höhe von monatlich 364,23 DM und auf eine statische sog. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden, den Versorgungsausgleich jedoch nur teilweise geregelt: Wegen des Ausgleichs der Betriebsrente des Ehemannes hat es das Verfahren abgetrennt und bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über bei ihm anhängige Vorlagebeschlüsse ausgesetzt, weil es die Regelung des § 1587 b Abs.3 BGB für verfassungswidrig erachtet hat; im übrigen hat das Amtsgericht vom Versicherungskonto des Ehemannes bei der BfA Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 124,39 DM auf das Versicherungskonto der Ehefrau bei der LVA übertragen; zu diesem Wert ist es gekommen, indem es den Anwartschaften des Ehemannes in der gesetzlichen Rentenversicherung (944,90 DK) nicht nur die Anwartschaften der Ehefrau in der gesetzlichen Rentenversicherung (331,90 DM), sondern auch ihre Anwartschaft auf Versorgungsrente bei der VBL (364,23 DM) gegenübergestellt und den sich hieraus ergebenden Wertunterschied von 248,77 DM halbiert hat. Mit ihrer Beschwerde hat die Ehefrau geltend gemacht, in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich dürfe nur der mit Hilfe der Barwertverordnung auf monatlich 35,95 DM dynamisierte Wert ihrer Anwartschaft auf eine qualifizierte Versicherungsrente bei der VBL einbezogen werden, weil die Anwartschaft auf eine Versorgungsrente noch nicht unverfallbar sei; unter Einbeziehung der Anwartschaft des Ehemannes auf eine Betriebsrente im dynamisierten Wert von monatlich 37,05 DM betrage die Hälfte des Wertunterschiedes der beiderseitigen monatlichen Anwartschaften 307,05 DM (944,90 + 37,05 - 331,90 - 35,95 = 614,10 : 2), die in Höhe von 306,50 DM (944,90 - 331,90 = 613 : 2) durch Rentensplitting ausgeglichen werden könne. 1. Das Oberlandesgericht hat die Teilentscheidung des Familiengerichts über den öffentlich-rechtlichen Versorgung ausgleich - unter Ausklammerung des Ausgleichs der Anwartschaft des Ehemannes auf eine Betriebsrente - für möglich angesehen, weil der Ehemann als Inhaber der werthöheren Anwartschaften in Jedem Fall der Ehefrau gegenüber ausgleic pflichtig sei; demgemäß hat das Oberlandesgericht die vom Familiengericht ausgesprochene Abtrennung der Entscheidung zu dem Ausgleich der Betriebsrente des Ehemannes nicht beanstandet. b) Im vorliegenden Fall besitzen beide Ehegatten Anwartschaften sowohl in der gesetzlichen Rentenversicherung (§ 1587 a Abs. 2 Nr. 2 BGB) wie auch aus einer Zusatzversorgung (§ 1587 a Abs. 2 Nr. 3 BGB): der Ehemann auf eine privatrechtliche Betriebsrente und die Ehefrau auf eine Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes. In solchen Fällen können zwar die einzelnen Versorgungsanwartschaften unabhängig vom Bestehen der anderen bewertet werden, doch bedarf es bereits bei der Feststellung, welcher der beiden Ehegatten die werthöheren Anwartschaften besitzt und daher gemäß § 1587 a Abs. 1 BGB ausgleichspflichtig ist, grundsätzlich der Einbeziehung aller bestehenden Anwartschaften und Aussichten auf eine Versorgung wegen Alters oder Berufsoder Erwerbsunfähigkeit der in § 1587 a Abs. 2 BGB genannten Art. Durch die Summierung und Saldierung der beiderseits erworbenen Anwartschaften wird die Richtung bestimmt, in der gemäß § 1587 b Abs.3 Satz 3 BGB der öffentlich-rechtliche Versorgungsausgleich vollzogen werden muß. Hinzu kommt, daß die Ausgleichsform nach § 1587 b Abs.3 (durch Zahlung von Beiträgen zur Begründung von Rentenanwartschaften) nicht die gleiche Qualität aufweist wie die beiden anderen, in den Absätzen 1 und 2 der Vorschrift geregelten Formen des Splitting bzw. die für sich allein nach § 1587 b Abs.3 durch Beitragszahlung auszugleichen wären, infolge der Einbeziehung in die Saldierung und in den Einmalausgleich qualitativ anders ausgeglichen werden können, je nachdem, welche Anwartschaften ihnen auf der Seite des Ausgleichsberechtigten gegenüberstehen (vgl. Bei Durchführung des Versorgungsausgleichs in der nach § 1587 b BGB vorgeschriebenen Reihenfolge müssen auf die Ehefrau Rentenanwartschaften in Höhe der Hälfte des Wertunterschiedes zwischen den von beiden Parteien während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung übertragen werden. unten unter 2, mit monatlich 35,95 DM anzusetzen ist) beeinflußt die Höhe des Ausgleichsbetrages in dieser Ausgleichsform nicht, weil ihr die werthöhere Anwartschaft des Ehemannes auf Betriebsrente (deren Wert das Oberlandesgericht mit monatlich 37,10 DM nach Dynamisierung angenommen hat) gegenübersteht. c) Die Teilentscheidung des Amtsgerichts würde eine Änderung der Ausgleichsform zu dem Nachteil der Ehefrau bewirken: während ihre eigene Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst als Abzugsposten berücksichtigt und zu einer Herabsetzung der ihr gemäß § 1587 b Abs. 1 BGB durch Splitting zu übertragenen Rentenanwartschaften führen würde, könnte die Anwartschaft des Ehemannes auf eine private Betriebsrente bei der Schlußentscheidung nicht in der Form des Splitting ausgeglichen werden; das Familiengericht müßte sie vielmehr - falls seine ver- April 1983 erginge und die beabsichtigte Gesetzesänderung in Kraft träte, könnte die Betriebsrente des Ehemannes nicht in einer der für den ausgleichsberechtigten Ehegatten günstigeren Formen des § 1587 b Abs. 1 oder 2 BGB ausgeglichen werden; denn nach § 2 des Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung von Härten im Versorgungsausgleich (in der vom Bundestag und Bundesrat verabschiedeten Fassung) ist für den Ausgleich solcher Anwartschaften künftig der schuldrechtliche Versorgungsausgleich vorgesehen, der ebenfalls nicht die gleiche Qualität bietet wie Splitting oder Quasi-Splitting (vgl. Bei der erneuten Behandlung und Entscheidung wird zu beachten sein, daß die bisherige tatrichterliche Bewertuni der Anwartschaften der Ehefrau aus der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes nicht im Einklang mit den Grundsätzen steht, die der Senat hierzu inzwischen durch Beschluß vom 26. Danach ist - nach Erfüllung der satzungsmäßigen Wartezeit - nur die Anwartschaft des bei einer Zusatzversorgungseinrichtung versicherten, noch im öffentlichen Dienst beschäftigten Ehegatten auf die (statische) Versicherungsrente, nicht hingegen die Anwartschaft auf die (dynamische) Versorgungsrente unverfallbar im Sinne von § 1587 a Abs. 2 Nr. 3 Satz 3 BGB. Erwirbt der Versicherte später bei Eintritt des Versicherungsfalls den Anspruch auf die dynamische Versorgungsrente (nach der Satzung der VBL gemäß § 37 Abs. 1 a), dann ist die Differenz zwischen dem auf die Ehezeit entfallenden Anteil dieser Rente