BGH · IVb ZB 937/81 vom 23.11.1983
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Dr. Blumenrohr Dr. Krohn, Dr. Macke und Dr. Zysk am 23. Auf die Beschwerde der Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz wird das Urteil des Amtsgerichts - Familiengericht - Saarburg vom 13. b) zu Lasten der Anwartschaft des Antragsgegners auf Altersruhegeld bei der Alterskasse der rheinischen Landwirtschaft (Az.; flHP-9) werden für die Antragsteller in auf deren vorgenanntem Konto bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 58,66 DM, bezogen auf den 30. § 1587 Abs. 2 BGB) hat der Ehemann bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA; weitere Beteiligte zu 1) Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von monatlich 389,20 DM erworben. Außerdem hat er bei der Alterskasse der rheinischen Landwirtschaft (LAK; weitere Beteiligte zu 3) eine Anwartschaft auf Altersgeld nach dem Gesetz über eine Altershilfe für Landwirte (GAL) vom 27. Das Amtsgericht hat die Ehe der Parteien geschieden und unter anderem den Versorgungsausgleich dahin geregelt, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der BfA Rentenanwartschaften von monatlich 253,30 DM - bezogen auf den 30. September 1978 - auf ein bei der Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz (LVA; weitere Beteiligte zu 2) zu errichtendes Versicherungskonto der Ehefrau übertragen hat. Gegen diese Entscheidung über den Versorgungsausgleich hat die LVA Beschwerde eingelegt, mit der sie sich dagegen gewandt hat, daß das Amtsgericht auch den Ausgleich der Anwartschaft auf landwirtschaftliche Altershilfe durch Übertragung von Rentenanwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung (sog. Der Ehemann hat die Zurückweisung der Beschwerde beantragt; hilfsweise hat er die Anschließung an das Rechtsmittel der LVA erklärt und beantragt auszusprechen, daß ein Ausgleich seiner Anwartschaft auf landwirtschaftliche Altershilfe nicht stattfinde, weil der Versorgungsausgleich in der Form der Begründung von Rentenan- Das Oberlandesgericht hat auf die Beschwerde der LVA und die Anschlußbeschwerde der Ehefrau die amtsgerichtliche Entscheidung über den Versorgungsausgleich dahin abgeändert, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der BfA Rentenanwartschaften von monatlich 194,60 DM, bezogen auf den 30. September 1978, auf ein Versicherungskonto der Ehefrau bei eben dieser Anstalt übertragen und den Ehemann - zu dem Ausgleich der auf 117,40 DM monatlich berechneten ehezeitlich erworbenen Anwartschaft auf landwirtschaftliches Altersgeld - verpflichtet hat, zur Begründung monatlicher Rentenanwartschaften von 58,70 DM, bezogen auf den 30. Die weitere Beschwerde, die sich mit dem in erster Linie verfolgten Begehren nicht dagegen wendet, daß die Anwartschaft des Ehemannes auf landwirtschaftliche Altershilfe überhaupt ausgeglichen wird, sondern die Durchführung des Ausgleichs der landwirtschaftlichen Altersversorgung im Wege der Begründung von Rentenanwartschaften durch Beitragszahlung bekämpft, hat im wesentlichen Erfolg. Die Bewertung der ehezeitlich erlangten Anwartschaft des Ehemannes auf landwirtschaftliches Altersgeld durch das Oberlandesgericht ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Oktober 1983 (IVb ZB 610/81 - zur Veröffentlichung bestimmt) dargelegt hat, ist die ausgleichspflichtige Anwartschaft auf Altersgeld dahin zu bewerten, daß - ausgehend von den Bemessungsgrundlagen am Ende der Ehezeit - im Wege einer hypothetischen Berechnung das volle mit dem Erreichen der maßgeblichen Altersgrenze zu erwartende Altersgeld zu ermitteln und sodann im Zeit-Zeit-Verhältnis der Teil dieser Versorgung zu bestimmen, ist, der im Verhältnis zur voraussichtlichen Gesamtdauer der Beitragsentrichtung auf Dabei ist nach § 1587 a Abs.8 BGB der für unverheiratete Berechtigte maßgebliche Betrag des Altersgeldes zugrunde zu legen und entsprechend § 1587 a Abs.7 BGB zu unterstellen, daß der Versorgungsberechtigte die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1 GAL erfüllt und insbesondere das landwirtschaftliche Unternehmen abgegeben hat. Zur Ermittlung des sich aus der Gesamtdauer der Beitragszahlung ergebenden Altersgeldes ist zutreffend der zu dem Ende der Ehezeit maßgebliche Altersgeldgrundbetrag für einen unverheirateten Berechtigten von monatlich 265,60 DM um (451 - 180 = 271; 22 Jahre zu je 3 % =) 66 %, das sind 175,30 DM, auf monatlich 440,90 DM erhöht worden. Hiernach steht der Ehefrau als Hälfte der ehezeitlich erworbenen Anwartschaft des Ehemannes auf landwirtschaftliches Altersgeld der Betrag von monatlich 58,66 DM zu. a) Diese von der weiteren Beschwerde bekämpfte Verpflichtung trifft den Ehemann nicht mehr, weil die Vorschrift des § 1587 b Abs.3 Satz 1 BGB, auf der der Ausspruch der Vorinstanz über die Verpflichtung zur Beitragszahlung beruht, in § 1 des Gesetzes zur Regelung von Härten im Versorgungsausgleich vom 21. Für die hier auszugleichende Anwartschaft auf Altersgeld der landwirtschaftlichen Altershilfe ist das nicht der Fall, weil das GAL als gesetzliche Grundlage der landwirtschaftlichen Versorgung keine Möglichkeit der Realteilung bietet und auch die Satzung der LAK - ungeachtet der Frage, ob diese eine solche Möglichkeit wirksam einführen könnte - keine Realteilung vorsieht. b) Hiernach ist die vom Oberlandesgericht zugrunde gelegte Ausgleichsform des § 1587 b Abs.3 BGB durch das Quasi-Splitting zu ersetzen und auszusprechen, daß zu Lasten der LAK auf dem Rentenkonto der Ehefrau Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 58,66 DM, bezogen auf das Ende der Ehezeit, begründet werden. Das Rentenkonto, auf dem die Rentenanwartschaften zugunsten der Ehefrau zu begründen sind, ist bei der BfA zu errichten, weil die Ehefrau bisher keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet hat und sie damit nach § 83 c Abs. 1 Satz 1 AVG; § 1304 c Abs. 1 Satz 1 RVO in dem Zweig der gesetzlichen Rentenversicherung zu versichern ist, in dem das Konto des Verpflichteten, hier also des Ehemannes, geführt wird. Dabei hat der Senat berücksichtigt, daß sich die Beschwerde der LVA im Ergebnis deshalb als erfolgreich erweist, weil in Durchführung dieses Versorgungsausgleichs keine Rentenanwartschaften auf sie übertragen oder bei ihr begründet werden.