BGH · IVb ZB 924/81 vom 01.12.1982
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenröhr, Dr. Chr. Die weitere Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluß des 16. Die im Jahre 1950 geborene Ehefrau (Antragstellerin) und der im Jahre 1946 geborene Ehemann (Antragsgegner) haben am 7. Aus der Zusatzversorgung hat er - bezogen auf das Ende der Ehezeit - eine Anwartschaft auf Versorgungsrente in Höhe von monatlich 145,28 DM, eine Anwartschaft auf die Mindestversorgungsrente von monatlich 78,64 DM und eine Anwartschaft auf Versicherungsrente aufgrund des Betriebsrentengesetzes in Höhe von monatlich 102,73 DM erlangt; die Voraussetzungen für diese Anwartschaft sind während des Beschwerdeverfahrens, am 8. Diesen hat es später dahin geregelt, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der Bundesversicherungsanstalt fUr Angestellte (BfA; weitere Beteiligte) Rentenanwartschaften in Höhe von 152,10 DM (Hälfte des Wertunterschiedes zwischen 315,50 DM und 11,30 DM) auf das ebenfalls bei der BfA geführte Konto der Ehefrau übertragen hat. Versorgungsausgleich durch Übertragung von Rentenanwartschaften neu formuliert und die Regelung über den Ausgleich der Zusatzversorgung dahin geändert, daß es die zu begründenden Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung auf monatlich 5,80 DM (Hälfte des auf 11,59 DM dynamisierten Betrages der Versicherungsrente aufgrund des Betriebsrentengesetzes in Höhe von 102,73 DM) und den Einzahlungsbetrag auf 1.128 DM erhöht hat. Gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts wendet sich die Ehefrau mit der zugelassenen weiteren Beschwerde, mit der sie, wie im Verfahren vor dem Oberlandesgericht, den Ausgleich der Anwartschaft des Ehemannes auf die dynamische Versorgungsrente erstrebt. Demgemäß ist nur die ehezeitlich erlangte Anwartschaft auf die statische Versicherungsrente, allerdings mit dem jeweils im Einzelfall erworbenen höchsten Wert (nach der Satzung der VBL - VBLS - gemäß § 44, § 44 a oder § 92), in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einzubeziehen und nach Dynamisierung mit Hilfe der Barwertverordnung durch Beitragsentrichtung gemäß § 1587 b Abs.3 BGB auszugleichen. Erwirbt der Versicherte später bei Eintritt des Versicherungsfalls den Anspruch auf die dynamische Versorgungsrente (nach der Satzung der VBL gemäß § 37 Abs. 1 a), dann ist die Differenz zwischen dem auf die Ehezeit entfallenden Anteil dieser Rente einerseits und der bereits im öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich ausgeglichenen - dynamisierten -Versicherungsrente andererseits gemäß § 1587 f Nr. 4 BGB nach den Vorschriften der §§ 1587 g bis 1587 n BGB im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich auszugleichen. Der angefochtene Beschluß, durch den das Oberlandesgericht die Anwartschaft des Ehemannes auf die - werthöchste statische - Versicherungsrente aufgrund des Betriebsrentengesetzes nach § kk a VBLS (in Höhe von monatlich 102,73 DM) nach Dynamisierung in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einbezogen hat, steht mit den dargelegten Grundsätzen in Einklang und hält damit dem Angriff der weiteren Beschwerde stand.