BGH · IVb ZB 869/81 vom 30.03.1983
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb-Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Seidl, Dr. Krohn und Nonnenkamp am 30. Auf die Rechtsmittel des Freistaates Bayern werden der Beschluß des 4. Zu Lasten der gegenüber dem Freistaat Bayern - Bezirksfinanzdirektion A^UBI ~ bestehenden Versorgungsanwartschaft des Antragsgegners werden für die Antragstellerin auf ihrem Konto flHHHi bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 141,41 DM, bezogen auf den 31. Deren Höhe ist bisher für die Ehefrau mit 157,30 DM und für den Ehemann mit Dezember 1982 (BGBl I 1857) auf Seiten der Ehefrau 159,50 DM und auf Seiten des Ehemannes 133,20 IM Das Amtsgericht - Familiengericht - hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden und u.a. den Versorgungsausgleich in der Weise geregelt, daß es zu Lasten der Versorgungsanwartschaft des Ehemannes gegenüber dem Freistaat Bayern auf dem Versicherungskonto der Ehefrau bei der BfA Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 160,91 DM, bezogen auf den 31« März 1980, begründet hat. Mit der - zugelassenen - weiteren Beschwerde will der Freistaat Bayern erreichen, daB bei der Ermittlung des Wertes der Beamtenversorgung des Ehemannes im Rahmen der Rühens-berechnung nach § 1587a Abs* 6 Halbsatz 2 BGB i.V. mit § 55 BeamtVG die gesamte konkurrierende Rentenanwartschaft des Ehemannes bei der BfA - und nicht nur ihr ehezeitlich erworbener Anteil - berücksichtigt wird. Die weitere Beschwerde hat einen Teilerfolg; sie führt zu einer Herabsetzung des im Wege des Quasi-Splittings (§ 1587 b Abs. 2 BGB) zu vollziehenden Ausgleichs von 160,91 DM auf 141,41 DM monatlich, bezogen auf das Ehezeitende. 1. Das Oberlandesgericht ist bei der Bewertung der Beamtenversorgung von den Bezügen der Besoldungsgruppe A 6 ausgegangen, obwohl der Ehemann die Dienstbezüge dieses Beförderungsamtes bei Ende der Ehezeit noch nicht zwei Jahre lang erhalten hatte. Oktober 1981 - IVb ZB 914/80 - FamRZ 1982, 31 und wird auch von der weiteren Beschwerde nicht mehr in Frage gestellt. Vielmehr sind nach dem beigefügten, zur Veröffentlichung vorgesehenen Senatsbeschluß vom 1* Dezember 1982 - IVb ZB 532/81 -bei der Ruhensberechnung zunächst alle, auch die vorehelich erworbenen Rentenanwartschaften des Beamten zu berücksichtigen« Sodann ist das fiktive Altersruhegehalt um den durchschnittlichen monatlichen Ruhensbetrag (nur) insoweit zu kürzen, als dieser - nach dem Verhältnis der ehezeitlich zu den insgesamt erworbenen Werteinheiten - auf in der Ehezeit begründeten Rentenanwartschaften beruht« Aus dem sich ergebenden fiktiven Ruhegehalt nach der Anwendung von Kürzungsvorschriften ist sodann nach Maßgabe des § 1587 a Abs« 2 Nr« 1 Satz 3 BGB der für den Versorgungsausgleich maßgebende Wert zu bestimmen« Der Senat ist in der Lage, selbst in der Sache zu entscheiden« Die dazu erforderlichen Feststellungen ergeben sich aus der Berechnung zur Bewertung der Beamtenversorgung, die die Bezirksfinanzdirektion Augsburg unter dem 16« September 1980 auf der Grundlage der Rechtsauffassung des Amtsgerichts erteilt hat, sowie aus den im angefochtenen Beschluß in Bezug genommenen Rentenauskünften der BfA vom 15* und 20« Januar 1981« Den genannten Berechnungen und Auskünften ist das Oberlandesgericht gefolgt« Der Senat berücksichtigt ferner gemäß § 12 b AnVNRG i«d«F. 4« Danach betrugen die ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge des Ehemannes in der Besoldungsgruppe A 6 bei Ehezeitende, bereinigt um familienbezogene Bestandteile nach § 1587 a Abs« 8 BGB, monatlich 1825,81 DM« Bis zu dem Erreichen der Altersgrenze am 30« Juni 2011 wird der Ehemann insgesamt 40 volle Jahre an ruhegehaltfähiger Dienstzeit zurückgelegt haben« Daraus ergibt sich ein Ruhegehaltssatz von 75 % (§ 14 Abs« 1 BeamtVG)« Damit beträgt das fiktive Ruhegehalt vor der Anwendung von Die Höchstgrenze des § 55 Abs. 2 BeamtVG hat die Bezirksfinanzdirektion Augsburg unter zutreffender Berücksichtigung der Dienstaltersendstufe und eines Ruhegehaltssatzes von 75 % mit 1.520,16 DM errechnet; für den Monat Dezember ist sie auf 3.040,32 1X4 zu verdoppeln. Von dieser Kürzung ist nach dem Verhältnis der ehezeitlich zu den insgesamt in der gesetzlichen Rentenversicherung (durch Pflichtversicherungsbeiträge) erworbenen Werteinheiten ein Betrag von 40f33 Jahre Die Summe der ehezeitlich erworbenen Versorgungsanwartschaften des Ehemannes beträgt mithinx Beamtenversorgungx 309,12 DM