BGH · IVb ZB 857/80 vom 28.10.1981
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Grell und die Richter Lohmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Macke und Dr. Zysk am 28. Zu Lasten der bei der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Versorgungsaussicht des Antragsgegners Horst Vogler aufgrund seines Dienstes als Soldat auf Zeit werden auf dem Versicherungskonto Nr. 18 211152 W 5o8 der Antragstellerin Ingelore Vfgß bei der Landesversicherungsanstalt Oberund Mittelfranken Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 9^,o5 IW, bezogen auf 31* Januar 1979, begründet. Oktober 1971 ist der Ehemann für 12 Jahre als Zeitsoldat in den Dienst der Bundesrepublik Deutschland getreten. Die Ehefrau hat in der Ehezeit Rentenanwartschaften von monatlich 21,Io DM erworben. März 198o hat das Familiengericht die Ehe der Parteien geschieden und unter anderem den Versorgungsausgleich dahingehend geregelt, daß es in Ziffer 3 Abs. 1 im Wege des Renten-Splittings vom Konto des Ehemannes monatliche Rentenanwartschaften in Höhe von Io DM auf das Rentenkonto der Ehefrau übertragen hat. Wegen der vom Ehemann während seines Dienstes als Zeitsoldat erworbenen Versorgungsaussicht hat es diesen verpflichtet, für die Ehefrau Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 94, o5 DM durch Einzahlung eines Betrages von 16 829,25 DM zu begründen (Ziffer 3 Absatz 2 des Urteils). Mit seiner zugelassenen weiteren Beschwerde vertritt der Ehemann die Ansicht, daß der Versorgungsausgleich bei Zeitsoldaten im Wege der analogen Anwendung des Quasi-Splittings zu erfolgen hat. Juli 1981 (IVb ZB 659/80 - FamRZ 1981, 856 = NJW 1981, 2187) auf den Bezug genommen wird, entschieden hat, erwirbt der Soldat auf Zeit eine alternativ ausgestaltete Versorgungsaussicht, die dem öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich unterliegt und in entsprechender Anwendung des § 1587 b Abs. 2 BGB im Wege des sogenannten Quasi-Splittings auszugleichen ist. Diese Versorgungsaussicht ist mit dem Wert des Anspruchs auf Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung zu bewerten, was auch dann gilt, wenn der Ausgleichspflichtige nach dem Ende der Ehezeit Beamter oder Berufssoldat wird und daher keine Nachversicherung stattfindet, sondern die als Zeitsoldat verbrachte Dienstzeit sich bei seiner Beamtenoder Soldatenversorgung auswirkt. Eine Zurückverweisung der Sache erwies sich nicht als erforderlich, da alle Berechnungsgrundlagen für die Durchführung des Versorgungsausgleichs Vorlagen und Berechnungsfehler nicht ersichtlich waren. Das amtsgerichtliche Urteil war daher in Ziffer 3 Abs. 2 dahingehend abzuändem, daß der geschuldete Versorgungsausgleichsbetrag von 9^,o5 DM monatlich im Wege des Quasi-Splittings für die Ehefrau zu begründen war.