BGH · IVb ZB 819/81 vom 16.02.1983
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portraann, Dr. Krohn, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 16. des Antragsgegners bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte werden auf das Versicherungskonto Nr. 16 o6o92o S 539 der Antragstellerin bei der Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 97,12 DM - bezogen auf den 3o. Juni 1979, S 1587 Abs. 2 BGB) Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, und zwar der Ehemann in Höhe von monatlich 554,5o DM und die Ehefrau in Höhe von monatlich 34o,9o DM. Für die Ehefrau besteht außerdem eine Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Rheinland-Pfalz. Die Ehefrau hat - bezogen auf die Ehezeit - bei der Zusatzversorgungskasse eine Anwartschaft auf Versorgungsrente in Höhe von monatlich 147,88 DM und eine Anwartschaft auf Mindestversorgungsrente (Versicherungsrente) in Höhe von monatlich 45,85 DM erlangt. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden und den Versorgungsausgleich dahin geregelt, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA; weitere Beteiligte zu 1.) auf das Versicherungskonto der Ehefrau bei der Landesversicherungsanstalt (LVA) RheinlandPfalz (weitere Beteiligte zu 2.) Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 32,86 DM - bezogen auf den 3o. Hierbei hat das Amtsgericht auf Seiten der ausgleichsberechtigten Ehefrau die Anwartschaft auf die dynamische Versorgungsrente in Höhe von 147,88 DM in den Versorgungsausgleich einbezogen. Es hat die insgesamt von der Ehefrau in der Ehezeit erlangten Anwartschaften mit 488,78 DM (34o,9o DM + 147,88 DM) den ehezeitlich erworbenen Rentenanwartschaften des Ehemannes in Höhe von 554,5o DM gegenübergestellt und sodann die Hälfte des Wertunterschiedes zugunsten der Ehefrau nach § 1587 b Abs. 1 Satz 1, Mai 1982 (BGHZ 84, 158) zu dem Ausgleich der betrieblichen Altersversorgung im Bereich der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes entschieden hat, ist - nach Erfüllung der satzungsmäßigen Wartezeit - nur die Anwartschaft des bei einer Zusatzversorgungseinrichtung versicherten, noch im öffentlichen Dienst beschäftigten Ehegatten auf die (statische) Versicherungsrente, nicht hingegen die Anwartschaft auf die (dynamische) Versorgungsrente unverfallbar im Sinne von S 1587 a Abs. 2 Nr. 3 Satz 3 BGB. Demgemäß ist nur die ehezeitlich erlangte Anwartschaft auf die statische Versicherungsrente, allerdings mit dem jeweils im Einzelfall erworbenen höchsten Wert (nach der Satzung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder - VBL - gemäß S 44, § 44 a oder § 92), in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einzubeziehen Erwirbt der Versicherte später, bei Eintritt des Versicherungsfalls den Anspruch auf die dynamische Versorgungsrente (nach der Satzung der VBL gemäß S 37 Abs. 1 a), dann ist die Differenz zwischen dem auf die Ehezeit entfallenden Anteil dieser Rente einerseits und der bereits im öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich ausgeglichenen - dynamisierten - Versicherungsrente andererseits gemäß S 1587 f Nr. 4 BGB nach den Vorschriften der SS 1587 g bis 1587 n BGB im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich auszugleichen. Mit diesen Grundsätzen ist der angefochtene Beschluß, durch den das Oberlandesgericht die Anwartschaft der Ehefrau auf die dynamische Versorgungsrente ausgeglichen hat, nicht zu vereinbaren. Die auf die Ehezeit entfallende Anwartschaft der Ehefrau auf die Versicherungsrente aus dem Zusatzversorgungsverhältnis bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Rheinland-Pfalz entspricht mithin einer dynamischen Rentenanwartschaft in Höhe von monatlich 19,36 DM. Damit hat die Ehefrau - bezogen auf das Ende der Ehezeit - dynamische Rentenanwartschaften in Höhe von insgesamt 36o,26 DM (34o,9o DM aus der gesetzlichen Rentenversicherung und 19,36 DM aus der Zusatzversorgung) erlangt. Diese stehen den ehezeitlich erworbenen Rentenanwartschaften des Ehemannes aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von monatlich 554,5o DM gegenüber. In Höhe der Hälfte dieses Betrages, d.h. in Höhe von monatlich 97,12 DM, ist der Ehemann als der Ehegatte mit den werthöheren Anwartschaften der Ehefrau gemäß § 1587 a Abs. 1 BGB zu dem Wertausgleich in der Form des § 1587 b Abs. 1 Satz 1, Abs.3 Satz 3 BGB verpflichtet.