BGH · IVb ZB 768/80 vom 01.04.1981
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IV b - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Grell und die Richter Portmann, Knüfer, Lohmann und Dr. Krohn am 1. Auf die Beschwerde der beteiligten Landesversicherungsanstalt wird der Beschluß des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main - 2. Die Landesversicherungsanstalt hat gegen die Entscheidung über den Versorgungsausgleich Beschwerde eingelegt, u.a. mit dem Ziel, daß der Ehemann verpflichtet werden soll, zur Begründung einer Rentenanwartschaft in Höhe von 24,91 DM (statt 24.51 DM) den Betrag von 4.438,01 DM (Stand 1979) zu zahlen. Insoweit hat das Oberlandesgericht die Beschwerde als unzulässig verworfen, da die Beschwerdeführerin durch diesen Teil der angefochtenen Entscheidung nicht im Sinne von § 20 FGG in einem eigenen Recht verletzt worden sei. November 1980 (IV b ZB 712/80 - FamRZ 1981, 132) hat der Senat entschieden, daß der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung auch insoweit am Verfahren über den Versorgungsausgleich zu beteiligen ist, als es sich um den Ausgleich von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung nach § 1587 b Abs.3 BGB handelt. Wie der Senat in jenem Beschluß, der einen im wesentlichen gleichliegenden Sachverhalt betraf, ferner ausgesprochen hat, wird ein am Verfahren über den Versorgungsausgleich zu beteiligender Sozialversicherungsträger durch die gerichtliche Entscheidung grundsätzlich dann im Sinne des § 20 Abs. 1 FGG in seinem Recht beeinträchtigt, wenn der Versorgungsausgleich mit einem im Gesetz nicht vorgesehenen Eingriff in seine Rechtsstellung verbunden ist, ohne daß es auf eine finanzielle Mehrbelastung ankommt. Nach den Grundsätzen dieser Entscheidung, auf die wegen der Einzelheiten der Begründung Bezug genommen wird, ist die Beschwerde der Landesversicherungsanstalt auch in dem hier in Rede stehenden Punkt zulässig.