BGH · IVb ZB 723/81 vom 12.03.1981
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn und Dr. Macke am6.Julil983 Die Gerichtskosten des Verfahrens über den Versorgungsausgleich haben die Antragsteller in und der Antragsgegner je zur Hälfte zu tragen. § 1587 Abs. 2 BGB) haben beide Parteien Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, die für den Ehemann monatlich 606,30 DM betragen und für die Ehefrau von den Vorinstanzen in Höhe von monatlich 164,90 DM angenommen worden sind. Außerdem besteht für den Ehemann eine Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung bei der Das Amtsgericht hat nach Abtrennung des Verfahrens über den Versorgungsausgleich durch Teilentscheidung - zu dem Ausgleich der Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung - von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz (LVA; weitere Beteiligte) Rentenanwartschaften von monatlich 220,70 DM - bezogen auf den 31. Mit seiner als "Schlußurteil" bezeichneten Entscheidung hat das Amtsgericht den Ehemann - zu dem Ausgleich der betrieblichen Altersversorgung - verpflichtet, zur Begründung einer monatlichen Rentenanwartschaft von 157,01 DM - bezogen auf den 31. Die Beschwerde des Ehemannes gegen die Schlußentscheidung hat das Oberlandesgericht mit der Maßgabe zurückgewiesen, daß es den Einzahlungsbetrag zur Begründung der Rentenanwartschaft für das Jahr 1981 errechnet und auf 30 535,87 DM erhöht hat. Hiergegen hat der Ehemann weitere Beschwerde eingelegt, mit der er weiterhin die Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Regelung über den Ausgleich der betrieblichen Altersversorgung verneint sowie die Einbeziehung dieser Versorgungsanwartschaft in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich und ihre Bewertung durch die Vorinstanzen beanstandet. Der Ausspruch über die Beitragszahlungspflicht zu dem Ausgleich der Anwartschaft aus der betrieblichen Altersversorgung des.Ehemannes kann keinen Bestand haben. Bei dieser Versorgung handelt es sich um eine Anwartschaft, die nicht nach § 1587 b Abs. 1 und 2 BGB auszugleichen ist, sondern vom Beschwerdege- Diese Bestimmung über die Beitragszahlungspflicht ist in § 1 des Gesetzes zur Regelung von Härten im Versorgungsausgleich vom 21. Danach kann die Entscheidung über den Versorgungsausgleich der betrieblichen Altersversorgung des Ehemannes nicht bestehen bleiben, weil das Gesetz eine Beitragszahlungspflicht nicht Von den an ihre Stelle getretenen Ausgleichsformen kommt diejenige der Realteilung zu dem Zuge, wenn die für das Anrecht des Ausgleichsverpflichteten maßgebende Regelung dies vorsieht (§ 1 Abs.3 VAHRG). Da die hier auszugleichende betriebliche Altersversorgung des Ehemannes weder die Möglichkeit einer Realteilung bietet noch gegen einen öffentlich-rechtlichen Versorgungsträger gerichtet ist, kann sie in den hier zur Entscheidung stehenden öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich nicht einbezogen werden; vielmehr unterfällt sie dem schuldrechtlichen Versorgungsausgleich, der nach Maßgabe der Vorschriften der §§ 1587 g bis 1587 k BGB durchzuführen ist.