BGH · IVb ZB 720/81 vom 27.01.1982
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Der IV b - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Lohmann, Portmann, Dr. Seidl, Dr. Macke und Dr. Zysk am 27. Der Senat sieht sich an einer Entscheidung in dieser Sache gehindert, bis der Gesetzgeber gemäß dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Juni 1981 - 1 BvL 129/78 - NJW 1981, 2177 - FamRZ 1981, 1041 die mit Art. 3 Abs. 2 GG unvereinbare Regelung in § 32 Abs.4 Buchst, b AVG, soweit nach der Leistungsgruppe 3 der Anlage 2 zu § 32 a AVG weiblichen Versicherten ein niedrigeres Bruttojahresarbeitsentgelt zugeordnet wird als männlichen Versicherten, durch eine mit der Verfassung übereinstimmende Neuregelung ersetzt hat. Juni 1981 - 1 BvL 129/78 - NJW 1981, 2177 = FamRZ 1981 1041 steht fest, daß § 32 Abs.4 Buchst, b AVG mit Art. 3 Abs. 2 GG unvereinbar ist, soweit nach der Leistungsgruppe 3 der Anlage 2 zu § 32 a AVG weiblichen Versicherten ein niedrigeres Bruttojahresarbeitsentgelt zugeordnet wird als männlichen Versicherten. Für die dem Gesetzgeber aufgegebene Behebung der Verfassungswidrigkeit hat dieser nach dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts einen Gestaltungsspielraum. Nach dem das Bundesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit der Norm festgestellt hat, darf die Vorschrift - ebenso wie im Falle der Nichtigerklärung - vom Zeitpunkt der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts an in dem sich aus dem Tenor der Entscheidung ergebenden Ausmaß nicht mehr angewandt werden (vgl. Die bisherige Bewertung der ehezeitlich erworbenen Rentenanwartschaft der Ehefrau beruht auf der nicht mehr zulässigen Anwendung des § 32 Abs.4 Buchst, b AVG: als Ausfallzeiten (§ 36 Abs. 1 Nr. 3 AVG) nach § 32 a Nr. 2 Buchst, a AVG mit dem Monatsdurchschnitt, der sich aus den bis zu dem Ende des Vorjahres zurückgelegten Versicherungs- und Ausfallzeiten ergibt, bewertet worden. Damit haben sich auch die für die Jahre 1961 bis 1964 der Ehefrau zugeordneten Bruttojahresarbeitsentgelte auf die Bewertung der ehezeitlich erworbenen Rentenanwartschaft der Ehefrau ausgewirkt (vgl. Der Senat kann den Wertunterschied der beiderseits in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanwartschaften und damit die Höhe des Versorgungsausgleichs zur Zeit nicht bestimmen. Eine neue Regelung zu treffen, obliegt insoweit nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts dem Gesetzgeber.