BGH · IVb ZB 717/80 vom 29.04.1981
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Der IV b - Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Grell und die Richter Lohmann, Dr. Seidl, Dr. Blumenrohr und Dr. Krohn am 29. Der Verfahrensbevollmächtigte der Antragstellerin, dessen Verschulden sie sich zurechnen lassen muß (§83 Abs. 2 ZPO), konnte vernünftigerweise nicht damit rechnen, seiner Auftraggeberin werde das mit Schriftsatz vom 8. Februar 198o beantragte Armenrecht für eine Berufung gegen das Urteil des Familiengerichts nicht mangels Mittellosigkeit verweigert werden. November 1979 hatte der Verfahrensbevollmächtigte des Antragsgegners aber ausweislich der Sitzungsniederschrift unwidersprochen erklärt, die Antragstellerin habe aufgrund des gerichtlichen Vergleichs vom 17. Daher hätte es der Darlegung bedurft, daß und aus welchen Gründen sie trotzdem nicht in der Lage sei, ohne Beeinträchtigung ihres notwendigen Unterhalts die Kosten der Berufung zu bestreiten (§ 114 Abs. 1 Satz 1 a.F. ZPO). Der Schriftsatz vom 8. Auf die weitere Begründung des angefochtenen Beschlusses und die von der sofortigen Beschwerde dagegen erhobenen Bedenken kommt es nicht mehr an.