BGH · IVb ZB 694/81 vom 02.02.1983
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Seidl, Dr. Macke und Nonnenkamp am 2. Die Sache wird zur neuen Behandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der weiteren Beschwerde, an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. Mai 1980 hat das Oberlandesgerieht die ehezeitlich erworbene Anwartschaft auf eine Versorgungsrente mit monatlich 94,09 DM, bezogen auf das Ende der Ehezeit, festgestellt. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat nach Abtrennung des Verfahrens über den Versorgungsausgleich die Ehe der Parteien geschieden (insoweit rechtskräftig) und sodann den Versorgungsausgleich durch Beschluß vom 16. Oktober) 1980 dahin geregelt, daß es von dem Rentenkonto des Ehemannes bei der Landes-versicherungsanstalt Rheinland-Pfalz (LVA, weitere Beteiligte zu 2) Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 92,25 EM (Hälfte des Wertunterschiedes zwischen 262,20 EM und 77,70 DM) auf das bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA, weitere Beteiligte zu 1) geführte Konto der Ehefrau übertragen hat. Auf die gegen die ihm auferlegte Zahlungspflicht zu dem Ausgleich der Zusatzversorgung beschränkte Beschwerde des Ehemannes hat das Oberlandesgerieht die zu begründende Rentenanwartschaft auf monatlich 47,04 IM herabgesetzt, den einzuzahlenden Betrag Jedoch auf 9.148,43 IM - bei Die weitere Beschwerde führt zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und zur Zurückverweisung der Sache an das Oberlandesgericht. Mai 1982 (BGHZ 84, 158) zu dem Ausgleich der betrieblichen Altersversorgung im Bereich der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes entschieden hat, ist - nach Erfüllung der satzungsmäßigen Wartezeit -nur die Anwartschaft des bei einer Zusatzversorgungseinrichtung versicherten, noch im öffentlichen Dienst beschäftigten Ehegatten auf die (statische) Versicherungsrente, nicht hingegen die Anwartschaft auf die (dynamische) Versorgungsrente unverfallbar im Sinne von § 1587 a Abs. 2 Nr. 3 Satz 3 BGB. § 44 a, § 92), in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einzubeziehen und nach Dynamisierung mit Hilfe der Barwertverordnung durch Beitragsentrichtung gemäß § 1587 b Abs.3 BGB auszugleichen. Erwirbt der Versicherte später bei Eintritt des Versicherungsfalls den Anspruch auf die dynamische Versorgungsrente (nach der Satzung der VBL gemäß § 37 Abs. 1 a), dann ist die Differenz zwischen dem auf die Ehezeit entfallenden Anteil dieser Rente einerseits und der bereits im öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich ausgeglichenen - dynamisierten - Versicherungsrente andererseits gemäß § 1587 f Nr. 4 BGB nach den Vorschriften der §§ 1587 g bis 1587 n BGB im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich auszugleichen. Mit diesen Grundsätzen ist der angefochtene Beschluß durch den das Oberlandesgericht die Anwartschaft des Ehemannes auf die dynamische Versorgungsrente ausgeglichen hat, nicht zu vereinbaren.