BGH · IVb ZB 595/80 vom 07.07.1982
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Seidl, Dr. Chr. Auf die weitere Beschwerde der Landesversicherungsanstalt Hessen wird der Beschluß des 2. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat die Parteien darauf hingewiesen, daß zu dem Ausgleich der Anwartschaft des Ehemannes auf die betriebliche Altersversorgung (die das Amtsgericht mit monatlich 44,83 DM bewertet hat) durch Beitragszahlung nach § 1587 b Abs.3 BGB - bei Einzahlung im Jahre 1979 - ein Beitragsaufwand von 3 822,59 DM (zur Begründung einer Rente von 22,42 DM für die Ehefrau) erforderlich sei. Daraufhin haben sich die Parteien dahin geeinigt, daß zu dem Ausgleich der betrieblichen Altersversorgung des Ehemannes von dessen Rentenkonto bei der LVA Hessen (weitere Beteiligte) über den durch Rentensplitting zu übertragenden Betrag von 114,4o DM (Hälfte des Wertunterschiedes zwischen 284,lo DM und 55,3o DM) hinaus weitere Rentenanwartschaften in Höhe von 22,42 DM auf das Konto der Ehefrau bei der LVA Hessen übertragen werden sollten. Die gegen diese Entscheidung erhobene Beschwerde der LVA Hessen hat das Oberlandesgericht - unter Billigung der von dem Amtsgericht vorgenommenen "anderweitigen Quotierung" (sogenanntes Super-Splitting) zurückgewiesen. Hiergegen wendet sich die LVA Hessen mit der - zugelassenen - weiteren Beschwerde, mit der sie das Begehren weiter verfolgt, das Rentensplitting nach § 1587 b Abs. 1 BGB auf einen Betrag von 114,4o DM zu beschränken und den Ausgleich der Anwartschaften des Ehemannes auf die betriebliche Altersversorgung auf der Grundlage des § 1587 b Abs.3 BGB durch Anordnung der Beitragszahlung durchzuführen. Juni 1981 (BGHZ 81, 152, 192 ff) entschieden hat, ist das sogenannte "Super-Splitting", durch welches Anwartschaften, die nach S 1587 b Abs.3 BGB auszugleichen wären, im Wege einer entsprechend höheren Übertragung von Rentenanwartschaften nach § 1587 b Abs. 1 BGB ausgeglichen werden sollen, rechtlich nicht zulässig. Das in dieser Vorschrift normierte Verfügungsverbot steht nicht nur einer entsprechenden Einigung der Parteien, sondern auch einer gerichtlichen Entscheidung entgegen, durch die auf der Grundlage einer Vereinbarung oder Anregung beider Ehegatten oder auch eines Antrags eines Ehegatten nach § 1587 b Abs.4 BGB eine Übertragung von Rentenanwartschaften über das nach § 1587 b Abs. 1 BGB zulässige Maß hinaus herbeigeführt würde (BGHZ 81, 152, 194). Denn das Oberlandesgericht hat den Wert der ehezeitlich erworbenen Anwartschaft des Ehemannes auf eine betriebliche Altersver- Juni 1982 wird darauf hingewiesen, daß im vorliegenden Fall bei der mitgeteilten Berechnung der auf die Ehezeit entfallenden gesetzlichen Rentenanwartschaften des Ehemannes und der Ehefrau Tabellenwerte, die Männern und Frauen unterschiedliche Beträge zuordnen, soweit ersichtlich nicht verwendet worden sein dürften.