BGH · IVb ZB 526/81 vom 02.09.1982
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- Verfahrensbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. tz Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Seidl, Dr. Blumenrohr, Dr. Macke am 16. Das Amtsgericht hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden und gleichzeitig den Versorgungsausgleich durch Übertragung von Rentenanwartschaften auf die Ehefrau durchgeführt. Mit der erfolglos gebliebenen Beschwerde und der - vom Oberlandesgericht zugelassenen - weiteren Beschwerde hat die Ehefrau begehrt, in den Versorgungsausgleich zusätzlich die Anwartschaft aus einer Kapital-Lebensversicherung mit Die Ehefrau hat darauf ihr Rechtsmittel auf den Kostenpunkt beschränkt. Das Verfahren ist einschließlich des Verfahrens über den Versorgungsausgleich gemäß § 619 ZPO als in der Hauptsache erledigt anzusehen, weil der Scheidungsausspruch des Verbundurteils im Zeitpunkt des Todes des Ehemannes noch nicht rechtskräftig war (vgl. Demgemäß hat die Ehefrau in zulässiger Weise ihr Rechtsmittel auf den Kostenpunkt beschränkt (vgl. Für Scheidungsverfahren und deren Folgesachen enthält § 93 a ZPO eine die allgemeinen Kostenvorschriften verdrängende Sonderregelung, die - in Konsequenz der Abkehr vom Schuldprinzip - eine grundsätzliche Gleichbehandlung der Ehegatten auf kostenmäßigem Gebiet vorsieht. Soweit das Gesetz nicht in § 97 Abs.3 ZPO zwingend die Belastung des Rechtsmittelführers mit den Kosten erfolgloser Rechtsmittel anordnet, gilt dieser Grundsatz auch im Rechts-mittelverfahren (ebenso KG FamRZ 1981, 381; OLG Oldenburg JurBüro 198o, 1896).