BGH · IVb ZB 524/81 vom 02.04.1981
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Der IV b - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Lohmann, Portmann, Dr. Seidl, Dr. Blumenrohr und Dr. Krohn am 2o. Der Antragsgegner hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen. Die nach §§ 238 Abs. 2, 519 b Abs. 2 ZPO statthafte, frist- und formgerecht eingelegte sofortige Beschwerde hat in der Sache keinen Erfolg; denn es läßt sich nicht feststellen, daß der Antragsgegner ohne Verschulden verhindert war, die Frist zur Einlegung der Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Arnsberg vom 18. Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß einen Prozeßbevollmächtigten grundsätzlich ein Verschulden trifft, wenn er seine Partei nicht von dem Zeitpunkt der Zustellung eines Urteils in Kenntnis setzt und sie nicht darüber unterrichtet, ob, in welchem Zeitraum und auf welche Weise gegen das Urteil ein Rechtsmittel eingelegt werden kann (BGH Beschluß vom 9. Soweit der Antragsgegner demgegenüber geltend macht, einen Rechtsanwalt, der krank sei und dadurch die Dinge nicht mehr übersehen könne, treffe keine Schuld, kann dieses Vorbringen der sofortigen Beschwerde nicht zu dem Erfolg verhelfen. Es ist weder näher vorgetragen noch glaubhaft gemacht worden (§ 236 Abs. 2 ZPO), durch welche Krankheitsauswirkungen Rechtsanwalt während des Laufes der Berufungsfrist in seiner Leistungsfähigkeit in einem solchen Maße beeinträchtigt gewesen sein soll, daß ihm eine Wahrnehmung seiner anwaltlichen Pflichten nicht mehr möglich war. November 198o die Erteilung des Rechts-kraftvermerks für das Scheidungsurteil der Parteien beantragt und der Antragsgegner ihn überdies im November 198o zu einer Beratung aufgesucht hat, steht vielmehr fest, daß der Prozeßbevollmächtigte zu diesem Zeitpunkt seine Kanzleitätigkeit ausgeübt hat.