BGH · IVb ZB 210/87 vom 18.01.1989
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Ein Träger der betrieblichen Altersversorgung, bei dem ein verlängerter schuldrechtlicher Versorgungsausgleich in Betracht kommt, ist am Verfahren über den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich auch dann nicht materiell beteiligt und nicht beschwerdebefugt, wenn die Parteien durch eine Vereinbarung gemäß § 1587o BGB einen Ausgleich nach § 3b VAHRG aus schließen, das Gericht diese Vereinbarung genehmigt und in seiner Entscheidung aufgrund des § 53d FGG nicht prüft, ob ein Ausgleich nach § 3b VAHRG gerechtfertigt wäre (Ergänzung zu dem Senatsbeschluß vom 18. Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenröhr, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 22. März 1987 durch gerichtlichen Vergleich hinsichtlich der Versorgungsanwartschaften des Ehemannes (Antragsgegner) bei der D^HHHB Bank und beim Beamtenversicherungsverein des Bankund Bankiergewerbes (BW, weiterer Beteiligter zu 2) den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich vereinbart. Die gemäß § 621e Abs. 2 Satz 2 ZPO statthafte weitere Beschwerde hat keinen Erfolg, weil das Oberlandesgericht zu Recht eine Beschwerdebefugnis des BW nach § 20 Abs. 1 FGG verneint hat. Januar 1989 - IVb ZB 208/87 - zur Veröffentlichung vorgesehen), ist ein privatrechtlich organisierter Träger der betrieblichen Altersversorgung, bei dem ein verlängerter schuldrechtlicher Versorgungsausgleich (§ 3a VAHRG) in Betracht kommt, am Verfahren über den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich nicht materiell beteiligt und kann mit der Beschwerde nicht geltend machen, das bei ihm bestehende Anrecht sei zu Unrecht nicht gemäß § 3b VAHRG öffentlich-rechtlich ausgeglichen worden. Wird nach ihr ein Anrecht aus einer betrieblichen Altersversorgung in den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich einbezogen, so wird der Versorgungsträger nur reflexartig begünstigt; sein Interesse an der Vermeidung eines verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs reicht nicht aus, ihn am Verfahren materiell zu beteiligen. Wird S 3b VAHRG vom Gericht fehlerhaft angewendet, ist er nur mittelbar in seiner Rechtsstellung betroffen, so daß die Voraussetzungen für seine Beschwerdebefugnis nach § 20 Abs. 1 FGG nicht vorliegen. Beteiligt und gegebenenfalls beschwerdebefugt ist der Versorgungsträger erst, wenn vor dem Familiengericht unmittelbar über den verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich gestritten wird. Die Frage der materiellen Beteiligung und Beschwerdebefugnis des Trägers der betrieblichen Altersversorgung ist nicht anders zu beurteilen, wenn, wie im vorliegenden Fall, die Parteien den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich der Anrechte eines Ehegatten in der betrieblichen Altersversorgung vereinbaren, das Gericht diese Vereinbarung genehmigt und in der Entscheidung über den öffentlich-rechtlichen Ausgleich aufgrund des § 53d FGG nicht prüft, ob die Anrechte nach § 3b VAHRG auszugleichen sind. Eine derartige Vereinbarung gemäß § 1587o BGB kann gerade den Sinn haben, das Gericht von einem Ausgleich nach § 3b VAHRG, insbesondere in der belastenden Form der Beitragsentrichtung in die gesetzliche Rentenversicherung, abzuhalten (vgl. Da § 3b VAHRG eine Schutzvorschrift zugunsten des ausgleichsberechtigten Ehegatten ist, begegnet es keinen grundsätzlichen Bedenken, wenn durch eine Vereinbarung gemäß § 1587o BGB auf diesen Schutz verzichtet wird. Ein Zustimmungserfordernis folgt insbesondere nicht aus § 3 a Abs.3 Satz 2 VAHRG, wonach die Parteien durch eine Vereinbarung nach § 1587 o BGB den verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich ohne Zustimmung des Versorgungsträgers nicht über den gesetzlich vorgesehenen Rahmen hinaus Hat der Versorgungsträger der Vereinbarung nicht zugestimmt und übersteigt die vereinbarte Ausgleichsrente die nach dem Gesetz geschuldete, so kann er dies gegenüber einem Anspruch auf verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich einwenden. Im übrigen könnte der BW auch einem Anspruch auf verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich nicht mit der Begründung entgegentreten, das bei ihm bestehende Anrecht habe nach S 3 b VAHRG (teilweise) öffentlich-rechtlich ausgeglichen werden müssen. Denn da die Vorschrift - wie ausgeführt - in erster Linie das Interesse des ausgleichsberechtigten Ehegatten schützt, den Versorgungsträger aber nur reflexartig begünstigt (Senatsbeschluß vom 18.