BGH · IVb ZB 196/87 vom 15.03.1989
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn und Dr. Zysk am 15. Der im Jahre 1922 geborene Ehemann (Antragsgegner) und die im Jahre 1942 geborene Ehefrau (Antragstellerin) haben am 7. Juli 1987 emeritiert, eine Anwartschaft auf Emeritenbezüge in Höhe von monatlich 2.383,40 DM erworben, die Ehefrau Rentenanwartschaften bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA - weitere Beteiligte zu 1) in Höhe von monatlich 96,80 DM. Das Amtsgericht - Familiengericht - hat die Ehe der Parteien vorab geschieden und später den Versorgungsausgleich in der Weise geregelt, daß es zu Lasten der Versorgungsanwartschaft des Ehemannes beim Land Nordrhein-Westfalen (weiterer Beteiligter zu 2) für die Ehefrau auf deren Konto bei der BfA eine monatliche Rentenanwartschaft von 1.143,50 DM, bezogen auf den 31. Hiergegen haben der Ehemann, die BfA und das Landesamt für Besoldung und Versorgung Nordrhein-Westfalen für den Be teiligten zu 2) Beschwerde eingelegt und geltend gemacht, daß das Amtsgericht die Höchstbetragsregelung des § 1587 Abs. 5 BGB nicht beachtet habe, die ein Quasi-Splitting zugunsten der Ehefrau lediglich in Höhe von monatlich Der Ehemann hat daneben den Ausschluß des Versorgungsausgleichs gemäß § 1587c Nr. 1 BGB erstrebt. Das Oberlandesgericht hat das zugunsten der Ehefrau an geordnete Quasi-Splitting auf einen Monatsbetrag von Mit der - zugelassenen - weiteren Beschwerde vertritt die Ehefrau die Auffassung, daß die vom Oberlandesgericht dem schuldrechtlichen Versorgungausgleich überlassene Versorgungsanwartschaft des Ehemannes gemäß § 3b VAHRG öffentlich-rechtlich auszugleichen sei. Dezember 1986 (BGBl I 2317) eingeführten Ausgleichsmechanismen des § 3b VAHRG an der Höchstbetragsregelung des § 1587b Abs. 5 BGB scheitern können; in dem entschiedenen Fall hat er dies angenommen, weil das zugunsten der ausgleichsberechtigten Ehefrau durchgeführte Quasi-Splitting bereits den Höchstbetrag des § 1304 Abs. 1 Satz 4 RVO erschöpft hat. Inzwischen entspricht einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Schrifttum, daß dann, wenn die Übertragung oder Begründung von Rentenanwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung mit Rücksicht auf die Höchstbetragsregelung des § 1587b Abs. 5 BGB ausgeschlossen ist, dem ausgleichsberechtigten Ehegatten über den Höchstbetrag hinausgehende Anwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung auch nicht gemäß § 3b Abs. 1 Nr. 1 oder 2 VAHRG verschafft werden können. Soweit der Rechtssausschuß des Bundestages als Beispiel für eine Anwendung des § 3b VAHRG auch den Fall genannt hat, daß auf seiten des Berechtigten der Höchstbetrag der gesetzlichen Rentenversicherung überschritten wird und der verbleibende Betrag nach § 1587f Nr. 2 BGB schuldrechtlich auszugleichen wäre (BT-Drucks. § 1587b Abs. 5 BGB ist eine zwingende Vorschrift; ihr liegt der Gedanke zugrunde, daß der ausgleichsberechtigte Ehegatte im Interesse der Solidargemeinschaft der Versicherten durch den Versorgungsausgleich keine höheren Anwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung erlangen soll als diejenigen, die er erworben hätte, wenn er während der gesamten Ehedauer pflichtversichert gewesen wäre (vgl. Im vorliegenden Fall hat das Oberlandesgericht rechtsfehlerfrei und von der weiteren Beschwerde unbeanstandet den Höchstbetrag im Sinne von § 1587b Abs. 5 BGB i.V. Da die Ehefrau ehezeitlich bereits Anwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von monatlich 96,80 DM erlangt hat, kann sie durch den Versorgungsausgleich lediglich solche von monatlich 744,30 DM hinzuerwerben.