BGH · IVb ZB 170/82
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Wenn ein Verfahrensbeteiligter die Entscheidung des Familiengerichts zu dem Versorgungsausgleich nicht ange fochten hat, so kann er gegen den Beschluß des Oberlandesgerichts, der die Beschwerde eines anderen Beteiligten zurückweist, auch dann keine weitere Beschwerde einlegen, wenn dieser Beschluß einer erst im Laufe des Beschwerdeverfahrens eingetretenen Gesetzesänderung nicht entspricht (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 21. Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Seidl, Dr. Macke und Nonnenkamp am 14. Die weitere Beschwerde der Deutschen Bundesbahn gegen den Beschluß des 3. Gegen die Entscheidung zu dem Versorgungsausgleich hat nur der Ehemann (Antragsteller) Beschwerde eingelegt. Das Oberlandesgericht hat die Beschwerde mit Beschluß vom 22. Weil dies unterblieben sei, enthalte die Entscheidung des Oberlandesgerichts einen neuen Beschwerdegrund für die Deutsche Bundesbahn. Die Deutsche Bundesbahn hat von ihrem Recht, gegen die Entscheidung des Amtsgerichts zu dem Versorgungsausgleich Beschwerde einzulegen, keinen Gebrauch gemacht. Der Verlust des Rechts zur Beschwerde gegen die erstinstanzliche Entscheidung hat für einen Beteiligten auch den Verlust der weiteren Beschwerde gegen die - auf das Rechtsmittel eines anderen Verfahrensbeteiligten ergangene - BeschwerdeentScheidung zur Folge, sofern diese keine Abänderung der erstinstanzlichen Entscheidung zu seinen Ungunsten enthält (Senatsbeschluß vom 21. Im vorliegenden Fall hat das Oberlandesgericht die Beschwerde des Ehemanns gegen die Entscheidung des Amtsgerichts zurückgewiesen. Der Ansicht der weiteren Beschwerde, die Entscheidung des Oberlandesgerichts enthalte insoweit einen neuen Beschwerdegrund für die Deutsche Bundesbahn, als die erstinstanzliche Entscheidung entgegen einer zwischenzeitlichen Gesetzesänderung bestätigt worden sei, kann nicht gefolgt werden. Deshalb kommt es nicht darauf an, ob die Entscheidung des Amtsgerichts, wie die weitere Beschwerde ausführt, dem zur Zeit ihres Erlasses geltenden Beamtenversorgungsrecht entsprach, so daß die Deutsche Bundesbahn keinen Anlaß hatte, sie mit einer Beschwerde anzugreifen. Die inzwischen eingetretene Änderung der Rechtslage gibt der Deutschen Bundesbahn vielmehr hier ebensowenig die Befugnis zu einer weiteren Beschwerde, wie wenn die Entscheidung des Amtsgerichts von keinem Verfahrensbeteiligten angefochten worden wäre.