BGH · IVb ZB 155/86 vom 04.02.1987
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der ivb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter Dr. Blumenrohr, Portmann, Dr. Macke, Dr. Zysk und Nonnenkamp am 4. Juni 1986 für sich betrachtet - also ohne die angeheftete Anlage - keine dem Gesetz entsprechende Berufungsbegründung darstellt, denn er läßt nicht erkennen. § 519 Rdn. 41); gleiches gilt auch für die bloße Bezugnahme auf einen schon bei den Akten befindlichen Prozeßkostenhilfeantrag, den die Partei selbst oder für sie ein beim Berufungsgericht nicht zugelassener Rechtsanwalt begründet hat (vgl. Von einer bloßen Bezugnahme auf einzelne Bestandteile der Akten unterscheidet sich der vorliegende Fall jedoch gerade dadurch, daß der beim Berufungsgericht zugelassene Prozeßbevollmächtigte des Klägers mit dem Schriftsatz vom 2. Juni 1986 als Anlage eine Kopie des nicht von ihm stammenden Schriftsatzes vom 21. Hätte der beim Berufungsgericht zugelassene Prozeßbevollmächtigte diese Anlage ohne jeden Zusatz unterschrieben, wäre nicht zweifelhaft, daß er mit seiner Unterschrift die Verantwortung für den Inhalt übernehmen und den Schriftsatz zu dem Bestandteil der Berufungsbegründung machen wollte (vgl. BGHZ 37, 156)* Indessen ist nicht anzunehmen, daß im vorliegenden Fall der Zusatz "beglaubigt" unter Verwendung eines entsprechenden Stempels eine einschränkende Bedeutung haben und nur ausdrücken sollte, der Prozeßbevollmächtigte bescheinige allein die Richtigkeit der Kopie, übernehme aber keine Verantwortung für den Inhalt der Ausführungen. Damit ist jeder Zweifel behoben, daß der zugelassene Prozeßbevollmächtigte die volle Verantwortung auch für den Inhalt der Anlage übernommen hat (vgl.