BGH · IVb ZB 148/86 vom 21.09.1988
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Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Krohn und Dr. Zysk am 21. Die Ehefrau hat in der Ehezeit Rentenanwartschaften der gesetzlichen Rentenversicherung bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA, weiter Beteiligte zu 2) erworben, deren Höhe das Amtsgericht - Familiengericht - mit monatlich 73,40 DM, bezogen auf den 30. Das Amtsgericht hat durch Verbundurteil die Ehe der Parteien geschieden und u.a. den Versorgungsausgleich dahin geregelt, daß es von dem Versicherungskonto des Ehemannes bei der LVA auf das der Ehefrau bei der BfA Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 96,15 DM, bezogen auf den 30. Gegen die Entscheidung zu dem Versorgungsausgleich hat die LVA Beschwerde eingelegt und geltend gemacht, der Ausgleich habe nicht im Wege der Übertragung von Rentenanwartschaften (Splitting, § 1587b Abs. 1 BGB), sondern der Begründung von Rentenanwartschaften (Quasi-Splitting, § 1587b Abs. 2 BGB) zu erfolgen. Das Oberlandesgericht hat die Entscheidung des Amtsgerichts zu dem Versorgungsausgleich dahin abgeändert, daß es zu Lasten der Ansprüche des Ehemannes gegenüber der Bundesrepublik Deutschland auf Nachversicherung aus seinem Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit auf dem Versicherungskonto der Ehefrau bei der BfA Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich (265,70 DM - 93,20 DM) : 2 = 86,25 DM, bezogen auf den 30. Dagegen richtet sich die zugelassene weitere Beschwerde der Bundesrepublik Deutschland, mit der diese - entgegen einer im Beschwerdeverfahren abgegebenen Stellungnahme - die Auffassung vertritt, der Versorgungsausgleich sei nicht im Wege des Quasi-Splittings, sondern in der Weise durchzuführen, daß unter Berücksichtigung der bevorstehenden Nachversicherung des Ehemannes von dessen Versicherungskonto bei der LVA auf das der Ehefrau bei der BfA Rentenanwartschaften in Höhe von monatlich 86,25 DM übertragen werden. Diese - atypische -Versorgungsaussicht ist gemäß § 1587a Abs. 5 BGB mit dem Wert des Anspruchs auf Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung zu bewerten. 2. Ist der Zeitsoldat nach dem Ende der Ehezeit nachversichert worden, so ist der Versorgungsausgleich in der Form des Splittings gemäß § 1587b Abs. 1 BGB durchzuführen (Senatsbeschluß vom 11. 3. An dieser Beurteilung, die das Oberlandesgericht teilt, hält der Senat nach erneuter Überprüfung fest; der gegenteiligen Auffassung der weiteren Beschwerde und des Oberlandesgerichts Hamm (FamRZ 1980, 606) sowie - für den ähnlich liegenden Fall eines aus dem Dienst ausgeschiedenen Beamten, dessen Nachversicherung noch aufgeschoben ist - des Oberlandesgerichts Köln (FamRZ 1985, 401) kann nicht gefolgt werden. Wenn die Nachversicherung aufgeschoben ist, so steht, wie Schmeiduch und Schmitz (aaO) weiter richtig darlegen, nicht einmal fest, daß später eine Nachversicherung durchgeführt wird. Nach allem ist die Versorgungsaussicht eines entlassenen Zeitsoldaten, dessen Nachversicherung in dem für die letzte tatrichterliche Entscheidung maßgebenden Zeitpunkt aufgeschoben und deshalb noch nicht durchgeführt ist, (weiterhin) in entsprechender Anwendung des § 1587b Abs. 2 BGB im Wege des Quasi-Splittings auszugleichen. Die Begründung der Rentenanwartschaften für den Ausgleichsberechtigten erfolgt in diesem Falle zu Lasten der Versorgungsaussicht des aus dem Dienst entlassenen Zeitsoldaten gegenüber der Bundesrepublik Deutschland, die in dem Anspruch auf Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung besteht. Sie berührt die gerichtliche Entscheidung über den Versorgungsausgleich weder zur Höhe noch zur Form, geht vielmehr von der Rechtsprechung des Senats zu dem Ausgleich der genannten Versorgungsaussichten im Wege des Quasi-Splittings nach dem Wert des Anspruchs auf Nachversicherung aus (s. Der Versorgungsausgleich ist daher vom Oberlandesgericht zu Recht in der Weise vorgenomraen worden, daß auf dem Versicherungskonto der Ehefrau Rentenanwartschaften in Höhe der Hälfte des Wertunterschiedes zwischen dem Nachversicherungswert der ehezeitlich erlangten Bezüge des Ehemanns aus seinem Dienst als Soldat auf Zeit und den ehezeitlich erworbenen Rentenanwartschaften der Ehefrau begründet worden