BGH · IVb ZB 115/82 vom 11.04.1984
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Lohmann und die Richter Portmann, Dr. Blumenrohr, Dr. Macke und Nonnenkamp am 11. Mai 1979f § 1587 Abs. 2 BGB) haben beide Parteien Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, der Ehemann (Antragsgegner) bei der Bundesbahn-Versicherungsanstalt (weitere Beteiligte zu 2) in Höhe von 142,40 DM und die Ehefrau (Antragstellerin) bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA, weitere Beteiligte zu 1) in von den Das Amtsgericht hat den Versorgungsausgleich in der Weise geregelt, daß es von dem Rentenkonto des Ehemannes bei der Bundesbahn-Versicherungsanstalt Rentenanwartschaften von monatlich 39,80 DM, bezogen auf den 31. Mit der Beschwerde hat sich die Ehefrau gegen die Einbeziehung derjenigen Rentenanwartschaften gewandt, die für sie bei der BfA durch im November 1978 geleistete freiwillige Beiträge in Höhe von 1.680 DM begründet worden sind, denn diese Anrechte habe sie durch unentgeltliche Zuwendungen ihrer Eltern erworben, die die erforderlichen Mittel aufgebracht und ihr zur Verfügung gestellt hätten. 1. Gemäß § 1587 Abs. 1 Satz 2 BGB bleiben im Versorgungsausgleich Anwartschaften außer Betracht, die weder mit Hilfe des Vermögens noch durch Arbeit der Ehegatten begründet oder aufrechterhalten worden sind. Der Senat hat - zeitlich nach dem in FamRZ 1982, 824 veröffentlichten Beschluß des Oberlandesgerichts - bereits entschieden, daß Versorgungsanrechte, die durch freiwillige Beitragszahlungen erlangt worden sind, in den Versorgungsausgleich grundsätzlich einzubeziehen sind, wenn die zur Begründung oder Aufrechterhaltung der Versorgung verwendeten Mittel im Zeitpunkt der Aufwendung zu dem Vermögen eines Ehegatten gehörten; auf die Herkunft dieser Mittel kommt es nicht an (Senatsbeschlüsse vom 15- Dezember 1982 - IVb ZB 910/80 - FamRZ 1983, 262 und vom 29. In aller Regel ist es daher nicht gerechtfertigt, vom Versorgungsausgleich gemäß § 1587 Abs. 1 Satz 2 BGB Anrechte auszunehmen, für deren Erwerb Mittel eingesetzt worden sind, die in das Vermögen eines Ehegatten aufgrund der unentgeltlichen Zuwendung Dritter gelangt waren. Mit der weiteren Beschwerde wird nur geltend gemacht, daß "fast" genau der Betrag, den die Ehefrau für die Rentennachzahlung verwendet hat, ihr von ihren Eltern geschenkt worden war, wenn auch mit dem beabsichtigten und von ihr verwirklichten Zweck, ihn für freiwillige Beiträge zur Sozialversicherung zu verwenden. Das Amtsgericht hat zwar entgegen der Rechtsprechung des Senats (BGHZ 84, 158) die noch verfallbare Anwartschaft des Ehemannes auf eine Versorgungsrente aus seiner Zusatzversorgung einbezogen und sie in der Form des wegen Verfassungsverstoßes nichtigen § 1587 b Abs.3 Satz 1 Halbsatz 1 BGB (BGBl. 1983 I 375) ausgeglichen. Der Senat kann auch nicht berücksichtigen, daß die von der Ehefrau während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung geringfügig höher sind als von den Vorinstanzen angenommen, weil sie teilweise auf Tabellenwerten nach § 32 a Nr. 2 AVG beruhen, die aufgrund der Vereinheitlichung der bisher nach Geschlechtern unterschiedlichen Tabellenwerte durch Art. 20 Nr. 7 und 8 des Haushaltsbegleitgesetzes 1983 vom 20. Einer Herabsetzung auf ein nur von ihr eingelegtes Rechtsmittel steht indessen das auch im Verfahren über den Versorgungsausgleich geltende Verbot der Schlechterstellung des Rechtsmittelführers (Senatsbeschluß BGHZ 85, 180) entgegen.