BGH · IVa ZB 11/89 vom 05.07.1989
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Verfügung des Vorsitzenden über die Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist bedarf, soweit es sich um die Bestimmung eines neuen Endtermins handelt, zu ihrer Wirksamkeit: der Zustellung an den Prozeßbevollmächtigten des Berufungsklägers . Der IVa-Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch die Richter Rottmüller, Dr. Lang, Dehner, Dr. Schmidt-Kessel und Dr. Ritter am 5. Auf die sofortige Beschwerde der Klägerin wird der Beschluß des 15. Zur anderweiten Behandlung und Entscheidung - auch über die Kosten des Beschwerdeverfahrens -wird die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen . Zivilsenats des Oberlandesgerichts die Frist für die Begründung der Berufung bis zu dem 28. April 1989 eingegangen ist, hat das Berufungsgericht die Berufung durch den am 23. Die Berufung ist entgegen der Auffassung des Oberlandesgerichts zulässig. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes enthält die Verlängerung einer Rechtsmittelbegründungsfrist zwei Anordnungen, nämlich einmal die Entbindung von dem ursprünglichen Schlußtermin und zu dem anderen die Festsetzung eines neuen Endtermins (BGHZ 4, 389, 399; 14, 148, 150). Die Wirksamkeit dieser beiden Anordnungen ist gesondert zu prüfen (Senatsbeschluß vom 25.2.1987 - IVa ZB 20/86 - LM ZPO § 519 Nr. 89). Das gilt aber nicht auch für die Festsetzung des neuen Endtermins für die Berufungsbegründung auf den 28. Diese Bestimmung eines neuen Endtermins für die Berufungsbegründung bedurfte zu ihrer Wirksamkeit der Zustellung an die Prozeßbevollmächtigten der Berufungsklägerin gemäß § 329 Abs. 2 Satz 2 ZPO.