BGH · IV ZR 92/53 vom 20.12.1954
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Januar 1950 im Wirtschaftsministerium in Kiel forderte der Beklagte von dem Jetzt klagenden Land und der Hansa-Bank einen weiteren Kredit von etwa 1,3 Millionen DM. ...” teilte die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt/Main der Landesregierung Schleswig-Holstein, abschriftlich auch der Hansa-Bank, mit, es bestünden erhebliche Bedenken gegen die Bewilligung des Kredits. (Hansa-Bank) dem Beklagten mit., sie stellten ihr Amt als Beiratsmitglied zur Verfügung, weil die Entwicklung der letzten Wochen den Aufbau nach den ursprünglichen Plänen nicht mehr möglich erscheinen lasse . Durch Schreiben vom 16, August 1950 kündigte die Oberfinanzdirektion in Kiel dem Beklagten auch das Pachtverhältnis, weil er den am 1, April und 1. Nach Einspruch des Beklagten hat das Landgericht den Vollstreckungsbefehl im Urkundenprozeß aufrechterhalten und dem Beklagten die Ausführung seiner Rechte im ordentlichen Verfahren Vorbehalten» Das klagende Land hat aus dem Vorbehaltsurteil vollstreckt und die gesamten Anlagen in Großenbrode - soweit sie nicht auf Kosten der Aj/EEKKKKb GmbH beschafft und eingebaut waren und soweit es sich nicht um Waren handelte, die durch Auslösung von Eigentumsvorbehalten Eigentum des klagenden Landes geworden waren -am 11, September 1951 als Meistbietende zu dem Preise von 530 000»-- DM ersteigert» Gemäß Kaufvertrag vom 29» November 1951 hat das Land die P^K^-Fabrik an die Fog^fe-Werke GmbH verkauft. die in ihm enthaltenoiSicherungsklauseln sei er, der seien Beklagte, geknebelt und/seine weiteren Gläubiger ge-, täuscht worden» Die Kündigung des Darlehens verstoße gegen Treu und Glauben» Das klagende Land habe ihn mit großen Versprechungen bewogen und gedrängt, nach Schleswig-Holstein zu übersiedeln, und ihm alle erdenkliche Hilfe zugesagt; nachdem der Flugplatz vor der beabsichtigten Zerstörung durch die Militärregierung gerettet gewesen sei, habe es die weitere Hilfe versagt, als er, der Beklagte, wegen des Ausfalls des von allen Beteiligten erhofften und erwarteten Kredits der Kreditanstalt für Wiederaufbau und infolge anderer unvorhergesehener Umstände, insbesondere wegen vertragswidrigen Verhaltens der Hansa-Bank, in Schwierigkeiten geraten sei» Das klagende Land müsse für das Verhalten der Hansa-Bank einstehen, weil beide hinsichtlich des Aufbaues der pJdBMferke in einem Gesellschaftsverhältnis gestanden hätten» Die Kündigung sei aber auch aus keiner der angeführten Vertragsbestimmungen (§ 10 Nr 1, 4, 5, 6) gerechtfertigt» Er habe die Landesmittel nicht vertragswidrig verwendet. Die Darlehenszinsen habe er, der Beklagte, zwar nicht vertragsgemäss bezahlt; sie seien aber durch den Ministerialdirektor gestundet worden; es sei auch treuwidrig, aus der Zahlung der verhältnismässig geringfügigen Zinsraten einen Kündigungsgrund herzuleiten; das Land habe ihm ferner durch die Entsendung des Kaufmannes BflflHB durch die Gründung der GmbH die Verfügung in den kaufmännischen Angelegenheiten aus der Hand genommen und ihn dadurch gehindert, die ersten Zinsraten pünktlich zu zahlen. Aus.der Kündigung des Pachtverhältnisses könne das Land keine Hechte herleiten; es habe den zunächst widerstrebenden Cbei'finanzprä-sidenten veranlasst, den Pachtvertrag zu kündigen, um dadurch selbst einen Kündigungsgrund für das Darlehen zu bekommen; daß er die ersten Pachtzinsraten nicht gezahlt habe, gebe bei einem auf 30 Jahre angelegten Dauerschuldverhältnis keinen.hinreichenden Grund, die Pacht zu kündigen; seit Mitte Mai 1950 habe er keinen Pachtbesitz mehr gehabt und daher keine Pachtzinsen mehr zu zahlen brauchen; er habe schliesslich gegen die Pachtzinsforderung mit Gegenforderungen aufgerechnet. Hilfsweise rechne er, der Beklagte, gegen die Klagforderung mit Schadenersatzansprüchen aus den §§ 600 Abs 2, 302 Abs 4 ZPO auf.Infolge des treuwidrigen Vorgehens des Landes und der unberechtigten Vollstreckung aus dem Vorbehaltsurteil habe er sein gesamtes eigenes Vermögen in Höhe von 1, 6 Millionen DM verloren; er sei dazu noch mit Schulden behaftet. Die Revision will ihre Angriffe gegen das Berufungsurteil in erster Linie darauf stützen, daß es sich bei dem Vertragsverhältnis der Parteien nicht, wie das Berufungsgericht angenommen hat, um ein Darlehen, sondern um eine Zweckverbindung-gehandelt habe, auf die gesellschaftsrechtliche Bestimmungen zur Anwendung zu kommen hätten. Die Revision will dies vor allem aus den Bestimmungen des Vertrages vom 31- Oktober 1949 über die Bildung eines Beirats herleiten. Oktober 1949 war der von dem Beklagten verfolgte Zweck, die für den Aufbau seines Werks erforderlichen Mittel zu erlangen, während das Land die Mittel gewährte, um die Steuerkraft des Landes zu heben und neue Arbeitsplätze•für seine Bevölkerung zu schaffen, was es sich von der Errichtung eines Werks, wie es der Beklagte plante, versprach. Im übrigen würde aber auch die Anwendung gesellschaftsrechtlicher Grundsätze nichts an der im § 5 des Vertrages genau festgelegten Verpflichtung des Beklagten ändern, können, im laufe von 4 Jahren, beginnend am 15o 'Dezember 1950, in vierteljährlichen gleichen Raten, den gewährten Kredit zurückzuzahlen. Diese Raten sind inzwischen sämtlich fällig geworden, die letzte Rate am 15c Dezember 1954, was nach der Entscheidung des erkennenden Senats vom 29« Oktober 1953 - IV ZR 75/53 - auch in der Revisionsinstanz zu beachten ist« Das klagende Land hat daher schon auf Grund dieser Bestimmung einen Anspruch auf Rückzahlung des gesamten Kredits in Höhe von 1,3 Millionen DM« Seine Voraussetzungen sind insofern erfüllt, als der Beklagte die am 15c März 1951 fällig gewesene Kapitalrate von 81 250-— DM nicht innerhalb von drei Monaten gezahlt hat und das Land damit den gesamten Kredit fristlos kündigen konnte; dies ist dadurch geschehen, daß das Land in dem vorliegenden Rechtsstreit sein Zahlungsverlangen auch nach dem 15c Juni 1951 unverändert aufrecht erhalten hat- Es kann daher dahinstehen, ob auch die Voraussetzungen des § 10 Nr 1 und 4-6 des Vertrages erfüllt sind; eine Stellungnahme zu den in dieser Hinsicht erhobenen Angriffen der Revision erübrigt sich- Von verstößt aber auch der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag, .vie dies das Berufungsgericht zutreffend ausgesprochen hat, nicht gegen die guten Sitten. Die Bestimmung enthält - abweichend von den üblichen Sicherungsvertrügen - keine Sicherungsübereignungen oder -abtretüngen, sondern nur eine (schuldrechtliche) Verpflichtung des Beklagten, zur Sicherung der Kredite des Landes und der Hansa-Bank nebst Zinsen und Kosten die gesamten Maschinen und Einrichtungsgegenstände, auch soweit sie erst in Zukunft mit Hilfe des Kredits oder anderer Mittel angeschafft wurden, dem Lande oder einem vom Lande zu bestimmenden Kreditinstitut oder der Hansa-Bank z.u übereignen. Die Ausführungen, mit denen das Berufungsgericht die Sittenwidrigkeit aus objektiven und subjektiven Gründen verneint hat, sind frei von Rechtsirrtum, Es kann sogar dahingestellt bleiben, ob etwa die objektiven Voraussetzungen einer Gläubigergeführdung oder Knebelung dann gegeben wären, wenn man die Sicherungsbestimmungen des Darlehensvertrages vom 31» Oktober 1949 und der Sicherungsübereignungsverträge mitder Hansar-Bank vom 15« März 1949 und 30. Wie das Berufungsgericht ohne Rechtsfehler festgestellt hat, waren die Sicherungsverträge mit der Hansa-Bank den Vertretern des Landes nicht bekannt (BU S 35). III> Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts ist der Darlehensvertrag auch nie inhaltlich geändert worden, insbesondere haben hiernach die Vertreter des Landes nicht das Land verpflichtet? weil hier nur das Kapital zurückgefordert wird und der Anspruch hierauf schon nach den Erörterungen unter I begründet ist. Eine Verpflichtung des Landes, dem Beklagten weiteren Kredit zu gewähren, würde seine eigene Pflicht, den Darlehensvertrag vom 31* Oktober 1949 zu erfüllen und das hiernach gewährte Landesdarlehen zurückzuzahlen, überdies nicht ohne weiteres berühren. Da nicht dargelegt worden ist, daß das Land zur Gewährung weiterer Kredite vertraglich verpflichtet worden ist, entfallen aber auch etwaige Ersatzansprüche des Beklagten wegen Nichterfüllung einer solchen Vertragspflicht, Die Revision geht schon von unrichtigen tatsächlichen Voraussetzungen aus, weil die Agrarchemie GmbH nicht vom Lande selbst, sondern von der Wirtschaftsaufbaukasse Schleswig-Holstein AG in Kiel zusammen mit' der Hansa-Bank in Hamburg gegründet worden ist. Schon aus diesen Gründen scheidet die Folgerung aus, das Land habe dem Beklagten mit der Gründung der A^P GmbH "vertragswidrig die Produktionsmittel entzogen," Im .Einzelnen ist im übrigen gegenüber Aber auch sonst entspricht die Behauptung, das Land habe sich für das Darlehen schadlos gehalten, nicht den Feststellungen des Berufungsgerichts. Hiernach hat das klagende land die Ppp^p-Werke bei der Zwangsvollstreckung aus dem Vorbehaltsurteil für einen auf ihre Darlehensforderung anzurechnenden Betrag von 530 000.— DM ersteigert. Die Rüge der Revision, das Berufungsgericht habe die angebotenen Beweise für die Befriedigung des Landes durch die Zwangsvollstreckung nicht erschöpft, wäre nur erheblich, soweit das Land durch die Zwangsvollstreckung mehr erhalten hat, als ihm zustande Hierfür sind die von der Revision erörterten Fragen, wie hoch die Betriebseinrichtung versichert war und zu welchem Preise das Werk an die PoPM^-Werke ver-äussert worden ist, rechtlich ohne Belang. Die Darlehensgewährung durch das Land und die Umsiedlung hätten, seine Lage in Wirklichkeit nicht verschlechtert, sondern nur den Zusammenbruch hinausgeschoben. Er habe das in einem nicht zu erschütternden Optimismus über die Absatzmöglichkeiten seines neuen Produktionserzeugnisses getan, gegen dessen Güte nichts einzuwenden sei, das aber noch keinen Markt gehabt habe und für das ein Markt auch nicht kurzfristig habe geschaffen werden können. Das habe aber nur den tatsächlichen Zustand klargemachts Der Beklagte sei ein verlorener Mann gewesen. Nur wenn das Werk fertig-gestellt wurde, habe für die Gläubiger und allenfalls auch für den Beklagten etwas gerettet werden können. Eine wesentliche Ursache für den Zusammenbruch der P((HÄ-Werke lag, wie sich aus dem unstreitigen Sachverhalt ergibt, darin, daß der Beklagte von einem Jahresumsatz von über 2 Millionen ausgegangen war. Die "ausgesprochen ungünstige Marktlage" für die Produkte der P^(BbWerke neben der "bilanzmässigen Situation der Firma, der unbefriedigenden Liquidität und ihrer starken Verschuldung" haben die Kreditanstalt für Wiederaufbau ausweislich ihres Schreibens an das Land vom 3, Mai 1950 bewogen, auf die erheblichen bankraässigen Bedenken hinzuweisen, die schon gegen die Gewährung eines Kredits von 500,000,— DM bestanden. Nimmt man hinzu, daß der Beklagte Ende April 1950 wiederholt nicht einmal die Löhne in seinem Betriebe rechtzeitig zahlen konnte (vgl hierzu insbesondere seinen Schriftwechsel mit Landesbankdirektor vom 30, April / 4« Mai 1950) dann war spätestens zu dieser Zeit eine Lage gegeben, in der die Vertreter des klagenden Landes - ohne schuldhaft zu handeln - annehmen konnten, dem Betrieb des Beklagten sei'nicht mehr zu helfen, sie müßten nunmehr alle Möglichkeiten ergreifen, um ihrerseits das Land vor endgültigen Verlusten zu schützen» Die Ministerialdirektoren die den Darlehensvertrag vom 31» Oktober 1949 für die Landesregierung unterzeichnet und sodann dem nach § 2 aaO gebildeten Beirat angehört haben, haben demgemäss schon Anfang Mai 1950 in ihrem Schreiben, mit denen sie aus dem Beirat ausgeschieden sind, zu erkennen gegeben, daß sie die Lage für hoffnungslos hielten und nunmehr an die Sicherung der Rechte der Landesregierung denken müßten (vgl die Schreiben vom 3» Mai 1950 und vom 6« Mai 1950» Wenn das Berufungsgericht auf Grund einer eingehenden Beweisaufnahme aus der unbefangeneren Rückschau unbeteiligter Dritter zu dem Ergebnis gekommen ist, die wirtschaftliche Lage des Beklagten sei Anfang Mai 1950 hoffnungslos gewesen, dann kann den Vertretern des Landes kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie dies inmitten der sich überstürzenden Ereignisse gleichfalls geglaubt und nunmehr die erforderlichen Gegenmaßnahmen eingeleitet haben, um ihrer Verantwortung gegenüber dem Lande und der Allgemeinheit Rechnung zu tragen« Für Schadenersatzansprüche jeder Art fehlt es hiernach schon an einem Verschulden der Vertreter des Landes. Auf die Frage, ob trotz allem der Beklagte Recht hat, die Lage des Werkes nicht hoffnungslos und das Landesdarlehen nicht gefährdet war, kommt es nach allem nicht einmal an» Deshalb ist auch die Revisionsrüge unerheblich, das Berufungsgericht habe noch weitere angebotene Beweise darüber erheben müssen, daß das Darlehen tatsächlich nicht gefährdet gewesen sei. 3» Der Beklagte kann auch nicht einwenden, die Gründung der GmhH, ohne ihn zu beteiligen, sei ein unverhältnismässig scharfes Mittel gewesen, durch das er wirtschaftlich ohne hinreichenden Grund völlig lahmgelegt worden sei. Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts sind die Versuche des klagenden Landes, die rechtlichen und organisatorischen Verhältnisse der PfBBfc-Werke den Kapitalbeteiligungen anzupassen, am Y/iderstand des Beklagten gescheitert« Er hat in der Verhandlung vor dem Berufungsgericht am 5« Februar 1953 selbst eingeräumt, er habe einen Vorschlag abgelehnt, sich mit einem Drittel ah einer GmbH zu beteiligen, sich auf die Stellung als technischer Direktor zu beschränken und wegen seiner früheren Schulden ein Vergleichsverfahren zu beantragen« Er hat den Betrieb nach der rechtlich bedenkenfreien Feststellung des Berufungsgerichts nach der Betriebsversammlung vom 11» Mai 1950 verlassen und hierbei zur Begründung etwa angegeben, ihm könne schwerlich zugemutet werden, zu den Bedingungen weiter zu arbeiten, die man ihm gestellt habe, oder man habe ihm Bedingungen vorgeschlagen, die mit seiner Auffassung von einem ehrlichen Kaufmann- nicht vereinbar seien (S 25 BU). Die Revision beanstandet zu Unrecht, das Berufungsgericht habe die Beweisangebote des Beklagten für seine "Bereitwilligkeit, dem Unternehmen eine andere Gesellschaftsform zu geben" erheben und zusammen mit dem Schreiben des Beklagten an das Land vom 21» April 1950 würdigen müssen« Diese Beweisantritte ergeben nur, daß der Beklagte unter Bedingungen, die er selbst bestimmte, bereit war, sich an der Umwandlung seiner Firma in eine GmbH zu beteiligen. Sie ergeben aber nicht, daß der Beklagte'Vorschläge gemacht hat, die das Land - nach Treu und Glauben - hätte annehmen j.üssen» Es ist auch kein Widerspruch, wenn ..das Berufungsgericht festgestellt hat, der Beklagte habe die Gründung einer GmbH abgelehnt (S 25 BU), aber im Mai 1950 vor der tatsächlichen Lage kapituliert und keine Einwände gegen die (tatsächliche) Fortführung des Aufbaues für die GmbH erhoben V, Der Beklagte will ferner zu Unrecht aus der Tatsache, daß die Kreditanstalt für Wiederaufbau ihm den beantragten, langfristigen Kredit nicht gewährt hat, Schlüsse zu Lasten des Landes ziehen. da die Betriebsverlagerung im Interesse beider Darlehensparteien gelegen habe, sei damit die Geschäfts grundlage entfallen; die Beziehungen beider Teile hätten nunmehr unter den besonderen Anforderungen nach Treu und Glauben gestanden; es habe nach der Verweigerung des sog, ERP-Kredits ein Ausgleich zwischen den Parteien gesucht werden müssen. Werke einen langfristigen Kredit von 2,8 Millionen DM aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau bean-tragt hatten und daß hieraus die Kredite des Landes und der Hansa-Bank abgedeckt werden sollten.» Die 4^-Werlce sollten sogar mit Unterstützung des Landes eine Erhöhung des sog, ERP-Kredits um 350 000,— DM beantragen, um den Landeskredit voll aus jenem Kredit abdecken und 1,2 Millionen DM zur freien Verfügung behalten zu können» Die Frage, was geschehen sollte, wenn der sog, EEP-Kredit nicht gewährt wurde, ist im Vertrage nicht geregelt worden» Es ist aber nicht ersichtlich, warum'in diesem Falle die Rechte des Landes auf Verzinsung und' Tilgung des von ihm gewährten Darlehens geschmälert sein sollten» Da in diesem Falle eine Sicherheit für die Abdeckung des Landeskredits ausfiel (vgl insbesondere § 7 letzter Absatz aaO), konnte im Gegenteil die Frage entstehen, ob das Land nunmehr vom Beklagten etwa eine sofortige Rückzahlung des Darlehens oder, zu demindest andere Sicherheiten, insbesondere den Vollzug der in § 3 aaO eingegangenen Sicherungsverpflichtung verlangen konnte. Auch der Hinweis, die Betriebsverlagerung habe im Interesse beider Vertragsteile gelegen, ist rechtlich für die Verteidigung des Beklagten bedeutungslos» Diesem Interesse hat das Land Rechnung getragen, indem es dem Beklagten als Privatunternehmer zu günstigen Bedingungen ein hohes Darlehen gewährt hat. Daß es ursprünglich keinen weiteren Kredit geben sollte und wollte, ergibt schon § 1 Abs 2 des Darlehensvertrages; danach wurde ausdrücklich vorausgesetzt, daß etwa erforderlich werdende Betriebsmittelkredite durch die Hausbank der PJH^"^er^e gegeben wurden» Wenn der Beklagte meinte, das Land habe mit dem Darlehensvertrag für sein, des Landes, Interesse an der Verlagerung nicht