BGH · IV ZR 82/78 vom 18.04.1978
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 17* Januar 1979 durch die Richter Dr. Hoegen, Knü-fer, Rottmüller, Dehner und Dr. Blumenröhr beschlossen: Die hiergegen gerichtete Revision des Antragsgegners ist nicht statthaft, weil es sich um eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit handelt und eine Zulassung der Revision durch das Oberlandesgericht nicht erfolgt ist (§ 546 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Auch die Revision verkennt nicht, daß nach § 546 Abs. 1 Satz 1 ZPO in nichtvermögensrechtlichen Angelegenheiten die Revision nur bei Zulassung durch das Oberlandesgericht statthaft ist. da in Rechtsstreitigkeiten über vermögensrechtliche Streitigkeiten der von dem Berufungsgericht festgesetzte Wert der Beschwer durch den Bundesgerichtshof erhöht und damit eine sonst unstatthafte Revision statthaft werden könne, müsse in analoger Anwendung des § 546 Abs. 2 ZPO in nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten die Revision zulässig sein, "sofern das Berufungsgericht im Sinne von § 554 b ZPO die Revision trotz grundsätzlicher Bedeutung nicht zugelassen hat, darüber hinaus seine Entscheidung gegen die Rechtsprechung des BGH verstößt". Schon deshalb kann aus der im Zusammenhang mit der Erschwerung des Zugangs zu dem Revisionsgericht in vermögensrechtlichen Streitigkeiten erfolgten Neuregelung in § 546 Abs. 2, § 554 b Abs. 1 ZPO nicht gefolgert werden, daß in nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten die Revision auch ohne Zulassung durch das Berufungsgericht statthaft ist, wenn schwere Rechtsverstöße des Berufungsgerichts behauptet werden. Abgesehen von dem Fall des § 547 ZPO hängt daher die Statthaftigkeit der Revision in nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten nach wie vor von der Zulassung durch das Berufungsgericht ab (vgl. Die Statthaftigkeit der Revision kann auch nicht mit der Behauptung begründet werden, das Berufungsgericht habe die Revision gemäß § 546 Abs. 1 ZPO zulassen müssen (vgl.