BGH · IV ZR 37/63 vom 30.10.1963
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ZPO § 547 Abs. 1 Gegen ein Urteil, durch das das Fortbestehen einer durch ein Gericht der Sowjetzone geschiedenen Ehe festgestellt wird, findet die Revision nur statt, wenn sie in dem Urteil zugelassen worden ist. § 547 Abs. 1 ZPO ist nicht entsprechend anzuwenden, wenn in der Urteilsbegründung ausgeführt ist, eine Scheidung der Ehe hätte in der Bundesrepublik nach § 48 EheG mit Rücksicht auf den Y/iderspruch des anderen Ehegatten nicht erfolgen können. Die von dem Beklagten eingelegte Revision war als unzulässig zu verwerfen» Die Klägerin klagt auf Feststellung des Bestehens ihrer durch ein Gericht der Sov/jetzone geschiedenen Ehe» Dabei handelt es 3ich um eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit» Nach § 546 ZPO findet die Revision in nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten nur statt, wenn das Oberlandesgericht sie in dem Urteil zugelassen hat. Nach dieser Vorschrift findet die Revision ohne Zulassung nur statt, insoweit es sich bei einem auf § 48 EheG gestützten Scheidungsbegehren darum handelt, ob der V/iderspruch des anderen Ehegatten gegen die Scheidung der Ehe zu beachten ist» Gegenstand dieses Rechtsstreits ist keine Ehescheidung, sondern die Frage, ob die Ehe der Parteien noch besteht. Das ist eine, andere Rechtsfrage als die, wegen der nach § 547 Abs. 1 ZPO allein die Revision ohne Zulassung statthaft ist. § 547 Abs. 1 ZPO kann in diesem Palle nicht entsprechend angewendet werden, denn durch eine solche entsprechende Anwendung würde dem Gesetz, ein anderer und weiterer Umfang beigelegt werden, der ihm vom Gesetzgeber nicht gegeben werden sollte» Zudem hat das Berufungsgericht weiter feotgcotellt, daß auch das wohlverstandene Interesse der Kinder der Scheidung entgegengestanden hätte.