BGH · IV ZR 11/65 vom 16.03.1966
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präsidenten in Köln als Entscbädigungsbebörde mitgeteilt, daß sie die Klägerin verträten und fUr sie Entschädigungsansprüche nach §§ 160 ff BEO anmeldeten; ferner haben sie beantragt, der Klägerin wegen der Fristversäumnis Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren« Dem Schreiben, das am 29« Dezember 1961 bei dem Regierungspräsidenten eingegangen ist, waren ein ausgefälltes Antragsformular und eine Vollmacht beigefägt, die beide von der Klägerin unter dem 3« Die Klägerin hat zur Begründung ihres Antrages auf Gewährung der Wiedereinsetzung ln den vorigen Stand vorgetragen, sie habe in Paris vor Ablauf der Anmeldefrist bei der URO und dem Rechtsberater Steinbrecher die Auskunft erhalten, in Rumänien verfolgto Juden könnten keine Entschädigung nach dem Bundesentschädigungsgesetz erhalten, weil es sich bei den Ver-folgungsmaßnabmen gegen sie um Maßnahmen der rumänischen Regierung gebandelt habe« Sobald sie erfahren habe, daß die Rumänienfälle in Deutschland doch entschädigt wurden, habe sie die Antragstellung naohge-holt« Das Berufungsgericht bat der Klägerin Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Antragsfrist des § 189 Abs« 1 BEO nicht gewährt« Die Klägerin habe die Anmeldung alsbald nach Wegfall des Hindernisses nachholen und gleiohseitig den Antrag auf Gewährung der Wiedereinsetzung stellen müssen« Auoh habe sie alsbald die Umstände angeben müssen, auf denen es beruhen solle, daß sie die Antragsfrist nicht einge-halten habe« Die Klägerin habe am 5« Juni 1961 den Anmeldevordruck unterschrieben und am gleichen Tage den Rechtsanwälten van W^HHfeund in Kflfe die sie vor der Entscbädigungsbebörde zunächst vertreten hätten, eine schriftliche Vollmacht ausgestellt« Die genannten Rechtsanwälte, deren Verschulden die Klägerin gegen sich gelten lassen müsse, hätten den Antrag mit dem Wiedereinsetzungsgeauch jedoch erst am 29» Dezember 1961 an die Entscbädigungsbe-hörde gelangen lassen« Damit sei allein bis zu dem Eingang der Anträge schon eine Briet von mehr als 6 Eonaten von dem Beitpunkt an verstrichen, seit dem die Klägerin erfahren habe, daß ibro Anmeldung doch Erfolg verspreche, und sich daher entschlossen habe, einen Entschädigungsantrag zu stellen« Erst mit Schreiben der späteren Bevollmächtigten der Klägerin, der Rechtsanwälte Dr« EflBi und Dr« Kfll in DflHHHHh vom 22« ISärz 1963, also Eie von der Klägerin beauftragten Hechtsanwälte hätten den Antrag mit dem Wiedereinsetzungsgesuch unverzüglich an die Entschädigungsbehörde weiterleiten und auch zugleich den ihnen damals schon bekannt gewesenen oder von ihnen durch Befragung der Klägerin leicht festzustellenden Hinderungs grund, der einer rechtzeitigen Anmeldung entgegengestan den habe, mitteilen müssen. Hach der Rechtsprechung des erkennenden Senate (RzY/ I960, 135 Nr. 37) muß der Berechtigte, wenn das der Fristwahrung entgegenstehende Hindernis behoben ist, alsbald den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand stellen. einsetzungsantrag als solcher gewertet werden» da die Entscbädigungsbebörde nur Uber einen begründeten Antrag sacblicb entscheiden könne« Das bat der Senat in seine« Urteil vom 14« Juli 1965 - XV ZR 197/64 - (RzW 1965» 524 Kr. 26) ausgesprochen« An dieser Voraussetzung fehlt es im vorliegenden falle« Wie der Senat in der genannten Entscheidung ferner angenommen bat» muß der Berechtigte» der sich auf $ 189 Abs« 3 BEG beruft» wenn er ohne sein Verschulden nicht in der Lage ist» zugleich mit seinem Antrag die Gründe darzulegen und die Kittel der Glaubhaftmachung anzugeben» weshalb er ohne sein Verschulden verhindert war» die Antragsfrist einzuhalten» alsbald nach Behebung des der Beibringung dieser Begründung entgegenstebenden Hindernisses die Begründung und Glaubhaftmachung seines Wiedereinsetzungsantrages nachbringen« Auch hieran fehlt es» wie das Berufungsgericht ohne Rechtsirrtum angenommen hat» im vorliegenden Falle» da die späteren Bevollmächtigten der Klägerin bis zur Einreichung der Begründung weitere 15 Monate haben verstreichen lassen. Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (RzW i960» 135 Kr. 37) muß sich der Berechtigte» der eine andere Person beauftragt hat» sein Recht wahrzu-nebmen» auch wenn das BEG dies nicht unmittelbar vorschreibt» nach allgemeinen Rechtegrundsätzen das Verschulden seines Vertreters zurechnen lassen. Zutreffend hat das Berufungsgericht ausgefUbrt, die von der Klägerin beauftragten Rechtsanwälte hätten den Antrag mit dem Wiedereinsetzungsgesuch unverzüglich an die Entschädigungsbehörde weiterleiten und auch zugleich den Ill Aus diesen Gründen ist die Revision der Klägerin mit der sich aus den §§ 209 Abs« 1, 225 Abs« 1 BEG,