BGH · IV ZR 333/57 vom 12.02.1958
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Bern Kläger wird die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Begründung der Revision versagt. Bie nachgesuchte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Frist zur Begründung der Revision könnte ihm nach § 233 ZPO nur erteilt werden, wenn er durch einen unab- Nach § 232 ZPO muß der Kläger sich das Verschulden seines Prozeßbevollmächtigten zurechnen lassen, hie Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann ihm nicht erteilt werden, wenn sein Prozeßbevollmächtigter die Versäumung der Prist verschuldet hat, her Kläger hätte daher nach § 234 ZPO innerhalb einer Prist von 2 Wochen, nachdem sein Anwalt die Versäumung der Prist bemerkt hatte, darlegen müssen, daß auch seinen Anwalt keine Schuld an der Versäumung der Prist trifft, has hat er nicht getan- her*Kläger hat nur vorgetragen, sein Prozeßbevollmächtigter habe die Revisionsbegründung schon etwa 8 bis 10 Tage, nachdem die Revision eingelegt worden war,diktiert und seine Angestellten angewiesen, die Begründung innerhalb von 5 Tagen zu schreiben und abgehen lassen, ha um die fragliche Zeit eine Betriebsprüfung durch das Finanzamt vorgenommen worden sei, seien die Akten aus dem Schriftfach der Angestellten herausgenommen und in ein anderes Fach gelegt worden, ohne daß ein Belegzettel über die Entnahme der Akten in das Schriftfach gelegt worden sei. hazu genügt es nicht, daß eine Begründung rechtzeitig diktiert und die Angestellte angewiesen wird, diese innerhalb weniger Tage abgehen zu lassen, hie Wahrung der Frist wird unter diesen Umständen dadurch, daß die Angestellte die Akten in einem Fristfach zu verwahren hat und daß die Akten daraus nur gegen Hinterlegung eines Belegzettels entnommen werden dürfen, nicht genügend gewährleistet, her Anwalt muß