BGH · IV ZR 296/56 vom 15.12.1956
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ZPO § 102 Rechtssatzs Wenn ein beim Bundesgerichtshof nicht zugelassener Rechtsanwalt Revision gegen ein Urteil des Berufungsgerichts einlegt, das in biner Bhesache ergangen und in dem, ohne daß der Fall des § 547 2P0 gegeben ist, eine Revision nicht zugelassen ist? so ist dies ein grobes Verschulden im Sinne' des § 102 ZPO. Es ist ein grobes Verschulden im Sinne des § 102 ZPO, wenn ein Rechtsanwalt in einem Ehescheidungsrechtsstreit ■ eine Revision beim Bundesgerichtshof einlegt, obwohl er bei diesem Gericht nicht zugelassen ist (§ 78 ZPO) oder das Berufungsgericht eine Revision nicht zugelassen hat, was in EhescheidungsSachen ohne Rücksicht auf deren Streit wert erforderlich ist, es sei denn, daß die hier nicht vorliegenden Voraussetzungen des §. nicht dadurch beseitigt, daß der Rechtsanwalt die Revision auf eine ausdrückliche Bitte seiner Partei einlegt 5 da es Pflicht eines Rechtsanwalts ist.