BGH · IV ZR 270/93 vom 02.03.1994
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
März 1994 in dem Rechtsstreit der Therapeutin Helga Klägerin und Revisionsklägerin, Auf Antrag der Klägerin wird ihre Beschwer durch das Urteil des 8. Die Berufung hinsichtlich der Klageanträge zu 2 und 3 mit der Maßgabe zurückzuweisen, daß festgestellt werde, daß die Beklagte eine Auszahlung der Versicherungssummen in Höhe von Zu diesem Betrag ist es, wie sich aus seiner vorangegangenen Streitwertfestsetzung (Bl. 272a GA) erschließen läßt, auf folgendem Wege gelangt: Im Streit sei lediglich, ob und welche Zuzahlungen die Klägerin bei einer (vorzeitigen) Auszahlung der beiden im Klageantrag aufgeführten Versicherungssummen am 1. Nach der Berechnung der Beklagten werde es sich “per 1.6.1997" in dem für die Klägerin günstigsten Falle um 51.260,15 DM für den ersten und um 34.166,55 DM für den zweiten Vertrag handeln (Bl. 73 GA). Hiervon sei noch der übliche Abschlag von 20% für eine Feststellungsklage zu machen, so daß für die Zuzahlungen 29.000 DM und 19.000 DM anzusetzen seien. Die Klägerin ist der Ansicht, daß eine Abzinsung der für ihre Beschwer maßgeblichen Zuzahlungen nicht deshalb gerechtfertigt sei, weil sie die Zuzahlungen gegebenenfalls erst am 1. Das Reichsgericht hat hierzu mit dem Hinweis Stellung genommen, daß es der Systematik der für eine Streitwert- wie eine Beschwerfestsetzung maßgeblichen §§ 2 bis 9 ZPO zuwiderläuft, den Wert für eine Klage auf künftige Leistung abzuzinsen. Wie schon für das Reichsgericht ist auch für den erkennenden Senat nicht einsichtig, warum es anders sein könnte, wenn die Forderung selbst im Streit ist. Die Bewertung einer künftigen Forderung mit dem vollen Nennbetrag wird auch durch den in den §§ 8 und 9 ZPO festgelegten Berechnungsmodus für wiederkehrende und damit ebenfalls künftige Leistungen bestätigt. bei der Wertfestsetzung unberücksichtigt zu bleiben haben, weist spiegelbildlich aus, daß es dem Gesetzgeber darum ging, eine problemlose Ermittlung des jeweiligen Vermögenswertes einer Forderung zu gewährleisten, da von dieser Wertfestsetzung die sachliche Zuständigkeit der Gerichte und die Zulässigkeit von Rechtsmitteln abhängt (vgl. Juni 1997 die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssummen auch insoweit verlangen kann, wie diese nicht durch das angesammelte Deckungskapital und die voraussichtlichen Gewinnanteile abgedeckt sein werden, beläuft sich die Beschwer der Klägerin auf die von der Beklagten als Mindestsummen genannten Differenzbeträge von 51.260,15 DM und 34.166,55 DM, zusammen abgerundet demnach auf 85.400 DM.