Amtliche Sammlung: nein
ZPO § 719
Pie einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung kann aus einem auf Unterlassung von Handlungen gerichteten Urteil
angeordnet werden, wenn glaubhaft gemacht wird, daß der Schuldner dadurch, daß er die in Präge stehenden Handlungen
nicht vornehmen kann, nicht zu ersetzende Nachteile erleidet, die über den allein darin bestehenden Nachteil, nicht nach seinem Belieben handeln zu dürfen, hinausgeheno
BGH, Besohl, v. 9. November I960 - IV ZR 238/60 - OLG Düsseldorf
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den Geldstrafe zu unterlassen, sein in gelegenes
Anwesen mit ofn oder anderweitig unter Ver-
wendung des Namens ’'IflHI1' zu bezeichnen«
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Die Kosten des Hechtsstreits werden dem Beklagten auf-erlegt«
Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar«
Dem Beklagten wird nachgelassen, die Zwangsvollstreckung durch Leistung einer Sicherheit in Höhe von 10«000 DM abzuwenden, sofern nicht der Kläger Sicherheit in gleicher Höhe leistet« Die Sicherheiten können auch durch die selbstschuldnerische Bürgschaft einer im Bundesgebiet ansässigen Großbank oder Sparkasse erbracht werden«
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Die Revision wird zugelassen."
Der Beklagte hat Revision eingelegt und beantragt, die Zwangsvollstreckung aus diesem Urteil einstweilen einzustellen.
Dieser Antrag ist begründet.
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ordnen, daß die
ZPO hat das Revisionsgericht anzu
einstweilen eingestellt
werde, wenn glaubhaft
dem Schuldner einen
, daß die Vollstreckung zu ersetzenden Nachteil bringen
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würde. Nach dieser Bestimmung kann auch die Zwangsvollstrek
kung aus einem Urteil
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den ist
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das eine Partei verurteilt wor
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zu unterlassen, einstweilen ein
gestellt werden
IM ZPO
719 Nr
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Die Einstellung
kann zwar nicht allein schon
erfolgen
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durch die Vollstreckung während der Dauer des Revisionsver
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fahrens geschaffene Zustand ein endgültiger ist, der nicht
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rückwirkend beseitigt werden kann. Ein so weitgehender Schluß
kann aus dem BGHZ 21, 377 veröffentlichten Beschluß des II.
Zivilsenats, der ein
betrifft, durch das der Beklagte
nicht zur Unterlassung, sondern zur Duldung verurteilt worden
war, nicht gezogen werden
Bei
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vollstreck
baren Urteil, durch das der Schuldner verurteilt wird
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lungen zu unterlassen, wird, wenn aus diesem Urteil während der Dauer des Revisionsverfahrens vollstreckt wird, ein Zustand geschaffen, der auch dann, wenn die Revision Erfolg
hat, nicht rückwirkend beseitigt werden kann, Y/enn dieser
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Umstand allein ein Grund für die Anordnung der einstweiligen
Einstellung der Zwangsvollstreckung nach § 719 Abs. 2 ZPO
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wäre, müßte auf Antrag die einstweilige Einstellung der
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Zwangsvollstreckung aus jedem auf Unterlassung gerichteten Urteil ohne weiteres durch das Revisionsgericht angeordnet werden- Daß das nicht die Absicht des Gesetzes ist. geht daraus hervor, daß auch diese Urteile nach § 710 ZPO
für vorläufig vollstreckbar zu erklären sindDiese Bestimmung wäre hinsichtlich dieser Urteile zu dem größten Teil
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gegenstandslos, wenn die Zwangsvollstreckung, nachdem
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Revision eingelegt worden ist, auf Antrag ohne weiteres
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eingestellt werden müßte. Die einstweilige Einstellung
der Zwangsvollstreckung ist nach § 719 Abs. 2 ZPO nur in den Fällen anzuordnen, in denen glaubhaft gemacht wird,
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daß der Schuldner dadurch, daß er die in Präge stehende
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Handlung nicht vornehmen kann, nicht zu ersetzende Nachteile erleidet, die über den allein darin bestehenden
Nachteil, nicht nach seinem Belieben handeln zu dürfen,
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hinausgehen-
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Vollstreckung aus dem
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daß die Zwangs
ihm solche nicht zu ersetzen Er hat dargelegt, daß er im
dem
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daß seine Besitzung nicht
Da der Rechtsstreit
mehr den Namen
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in der Öffentlichkeit bekannt sei, würde sich dieses auch
nachteilig auf seinen geschäftlichen Huf auswirken und
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ihm wirtschaftliche Nachteile bringen, die nicht zu er-
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setzen seien, und die auch im einzelnen nicht nachgewiesen
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werden könnten. Der Beklagte hat ferner nachgewiesen, daß der Kläger die erforderliche Sicherheit geleistet hat und somit jederzeit zur Vollstreckung aus dem Urteil schreiten kann „
Ascher Johannsen Wüstenberg Maaß Dr• Iioeweriheim
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