Volltext der Entscheidung
BUNDESGERICHTSHOF
IV ZR 178/77
BESCHLUSS
in dem Rechtsstreit
der Frau Barbara H geb.
Beklagten und Revisionsklägerin,
- Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt
gegen
Klägerin und Revisionsbeklagte,
- Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt
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Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Grell und die Richter Dr. Buchholz, Rottmüller, Dr. Hoegen und Dr. Seidl am 20. September 1978
beschlossen:
Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 23. September 1977 wird nicht angenommen.
Die Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§97 Abs. 1 ZPO).
Streitwert: DM 135.000,—.
Gründe :
Die von der Revision als grundsätzlich erachtete Frage, ob die Klage gegen die Beklagte als einzelne Miterbin erhoben werden konnte, ist in der Rechtsprechung bereits geklärt. Es ist anerkannt, daß ein Anspruch, der auf eine von den Miterben gemeinschaftlich zu erbringende Leistung gerichtet ist, gegen einen einzelnen Miterben geltend gemacht werden kann, wenn nur dieser sich dem Anspruch widersetzt und die übrigen Miterben zur Leistung bereit sind (BGH NJV
1962, 1722; RGZ 111, 338; 112, 129, 132). Das ange-fochtene Urteil enthält auch keine (schweren) Rechtsfehler, die zur Annahme der Revision führen würden.
Dr. Grell Dr. Buchholz
Rottmüller
Dr. Hoegen
Dr. Seidl