BGH · IV ZR 165/58 vom 14.01.1959
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mündliche Verhandlung vom 7.:Januar 1959 unter Mitwirkung des Senatepräeidenten Ascher, und der Bundesriehter. Aus diesem^ wurde sie in ein weiteres Arbeitslager und später in ein solches bei BufBHl Verl egt. ..begab sie sich mit ihren Angehörigen nach wur^e sie- jedoch mit diesen erneut festgenommen und in das Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefertV Von hier aus wurde sie im Baufe der folgenden Monate in das. Konzentrationslager Bergcn-Bel-sen befördert und daselbst Mitte April 1945 von den englischen Truppen befreit.Sie begab sich zunächst nach Quedlinburg und einige Monate später zu Ihrem Vater nach Osnabrück* ' ♦' ; ' ' 1 o Allerdings ist die Verbringung der Klägerin von nach Polen als ^Deportation* im Sinne des § 141 BEG anzusehen , Denn nach ständiger Rechtsprechung des Senats (Urteile vom 2, Oktober 1957 - IV ZR 157/57 HJW/fezW 1957, 413 Hr.34; vom Io Oktober 1958 - IV ZR 123/58 nicht veröffentlicht, mit weiteren lachweisungen) ist für diesen Begriff wesentlich die zwangsweise Verbringung eines Verfolgten aus deutschem Gebiet in ein solches, das* nach allgemeiner Anschauung damals als nichtdeutsches Gebiet betrachtet wurde* 2. Y/eiter ist nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (Urteil vom Jo Januar 1956 - IV ZR 211/55 - NJW/fezW 1956, 113 Nr* 27) zwar die im fruhjahr 1940 durchgeführte Umsiedlung von Zigeunern aus der Grenzzone und den angrenzenden Gebieten nach dem Generalgouvernement keine nationalsozialistische Ge-waitmaßnahme aus Gründen der Rasse im Sinne des § 1 BEG» Ist aber eine von der Umsiedlung betroffene Person nach dem Auschwitz-Erlaß Himmlers in der Zeit nach dem 1, März 1943 weiter in Haft gehalten worden, so kann diese Pesthaltung eine rassische Verfolgung sein. Das verkennt das Oberlandesgericht auch nicht., 1s meint aber, auch wenn man zugunsten der Klägerin hiervon ausgehe, könne diese keine Soforthilfe für Rückwanderer beanspruchen; denn sie habe sich am 1, März 1943 bereits im Auslande befunden, habe daher nicht mehr deportiert, d.h, aus Deutschland ins..Ausland gebracht werden können, und sei auch nicht so zu behandeln, als wäre sie in diesem Zeitpunkt aus rassischen Verfolgungsgründen deportiert worden, Wie der Senat Jedoch, im Gegensatz hierzu, ausgesprochen hat (Urteil vom 4. Denn diese ist- bereits Mitte April 1945 in Bergen-Belsen von den englischen Gruppen aus .dem Konzentrationslager befreit worden. 322 Hr. 64; vom 1 • Oktober;.1958 - IV ZH 123/58 -, unveröffentlicht, mit weiteren Hacheeisungen), hat ein vor dem Zusammenbruch aus der Deportation in ein Konzentrationslager im Altreichsgebiet. Denn der, wenn auch nur in der Überschrift zü § 141 BBG befindliche; ,so doch für die Gesamtregelung des Soforthilfeanspruchs .wesentliche Begriff des «Rückwanderns” setzt eine Bortdauer der'Deportation bis zu dem Zeitpunkt voraus, in welchem eine RUckkehr des ^Deportierten in die alteHeimat mö^lioh;:ist und uud$ erfolgt; wer sich also nach Erlangung seiner .Bewegungs|r^iheit bereits in seiner Heimat t / ist/kein" Mdkwa^srw'; Auch die.