BGH · IV ZR 141/55
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
3o der mangelnden Prozeßvollmacht kgewiesen« Gegen dieses Urteil hat der Beklagte zu 3 ng eingelegt und beantragt, das angefochtere Urteil Das Berufungsgericht hut die Berufung zurückgewiesen und die Einrede des mangelnden Rechtsschutzbedürfnisses verworfen« Gegen dieses Urteil hat der Beklagte zu 3 Revision eingelegt mit dem Antrag, nach seinen im Berufungsrechtszug gestellten Anträgen zu erkennen* Gemäß § 91 a ZPO waren dem Beklagten zu 3 die Kosten der von ihm gegen das Zwischenurteil des Landgerichts und gegen das Urteil des Berufungsgerichts eingelegten Rechtsmittel aufzuerlegen, da diese Rechtsmittel, wenn sich die Hauptsache nicht ex’ledigt hätte, erfolglos gewesen wären« Per Umstand, daß die Klage auf Kosten der Klägerinnen abgewiesen worden ist, kann zu keine: anderen Entscheidung führen« Penn der Beklagte zu 3 kann nicht dadurch besser gestellt werden, daß das Revisionsgericht zunächst über die in der Hauptsache eingelegte Revision entschieden hat . dieses Rechtsmittel auf Kosten des Beklagten zu 3 zurückgewiesen worden* Rur die zu treffende Entscheidung wäre es unerheblich gewesen* daß das Landgericht und das Oberlandesgericht die von dem Beklagten zu 3 gegen die Zulässigkeit einer Sachentscheidung über den Klaganspruch erhobenen Einwendungen als prozeßhindernde Einreden auch insoweit behandelt haben, als sie rechtlich nicht als solche anzusehen sind* Eine prozeßhindernde Einrede, über die durch selbständig anfechtbares Zwischenurteil entschieden werden konnte, war allein die Einrede nach § 274 Abs» 2 Nr* 6 ZPO, daß die zur Erneuerung des Rechtsstreits erforderliche Erstattung der Kosten des früheren Verfahrens noch nicht erfolgt sei. Die Revision hätte daher keinen Erfolg haben können, so daß* nachdem die Hauptsache für erledigt erklärt worden ist, dem Beklagten zu 3 die Kosten der von ihm eingelegten Rechtsmittel aufzuerlegen sind»