so kann der Testaments Vollstrecker diese Anordnung dadurch ausführen, dass er im eigenen Namen unter persönlicher Haftung als Treuhänder für den Erben das Geschäft betreibt« er kann aber auch das Geschäft als vollmächtigter des Erben in dessen Namen und un ter dessen persönlicher Haftung führen« sofern Rechtssatzs Gibt ein Testamentsvollstrecker entgegen den Bestimmungen des Testaments einen Nachlaßgegenstand irrtümlich dem Erben frei, so kann er die Herstellung seines- Verwaltungsrechts wieder ver den Kaufmann Walter des verstorbenen Walter Testamentsvollstrecker Beklagten, Berufungsbeklagten und Revisionsbeklagten hat der IV« Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mündliche Verhandlung vom 18» Januar 1954 unter Mitwirkung des Senats Präsidenten Schmidt, der Bundesrichter Johannsen Brr.y*Werner und Wüstenberg für Recht erkannt Bie Revision der Klägerin gegen das Urteil des 6 hat in einem öffentlichen Testament unter Beschränkung seiner Ehefrau auf den Pflichtteil die Klägerin? kündigt werden könne« Der Nachlass besteht im wesentlichen aus den unter der im Handelsregister eingetragenen Firma des Erb lassers betriebenen Werken« Als ihre Inhaberin steht im Handelsregister auf Grund einer Anmeldung der Parteien seit dem 2 Die Klägerin ist der Auffassung* dass der Beklagte infol ls Geschäftsinhäberin die Firma nicht weiterführen könne und dass er deshalb das Handelsgeschäft des Erb Inhaberin' eine Freigabe des Handelsgeschäfts. Da der Bekla te sich weigert, das Geschäft der Klägerin zu übergeben, ver langt sie vom Beklagten eine Überlassung des Geschäfts auf sie zur freien Verfügung bis seine als Al-einerbin eingesetzte Tochter das 25,' Lebensjahr vollendet hat Hierbei sollte nach der rechtlich bedenkenfreien und von der gen Verfügung durch das Berufungsgericht die Testamentsvollstreckung vor allem auch das Handelsgeschäft des Erblassers erfassen» Trotzdem glaubt die Revision einen Anspruch auf Frei weil die bereits als Inhaberin des Handels Die Auffassung der Revision ist rechtsirrig» Zwar hat nach § 2217 BGB der Testamentsvollstrecker Nachlassgegenstän-de den Erben zur freien Verfügung zu überlassen? die ein Testamentsvollstrecker aus Gegenständ kann aber das vom Erbla be triebene Handelsgeschäft nicht gerechnet werden* Die Revision gegenteilige Ansicht auf die in Rechtspre- dass nach den Vorschriften des Handelsrechts? EGHGB der Vorrang vor den Bestimmungen des bürgerlichen einzuräumen sei, für die Führung einer Binzeifirma eine unbe schränkte Haftung ihres Inhabers erforderlich sei und sich et was Derartiges nicht mit der Rechtsstellung eines Testaments Vollstreckers vereinbaren lasse, der gemäss § 2206 BGB Verbind lichkeiten nur für den Nachlass eingehen könne (vgl hierzu ins besondere RGZ 132, 138 f /l447f KG in JW 1937, 2599 und Anm von Bondi in JW 1931, 3073)= Es besteht aber, wie die Revision auch nicht verkennt, einmal die Möglichkeit, dass der Testa- mentsvoilstrecker das Geschäft in eigenem Namen und unter eigener persönlicher Haftung als Treuhänder für Rechnung des Er- Es ist aber weiter möglich, dass der Testaments Vollstrecker wie jeder andere Bevollmächtigte das Geschäft un ter dem Namen des Erben und dessen persönlicher Haftung führt (vgl Hueck in ZHandR 108, 29 und EG JFG 14, 428 f). bei der Testamentsvollstrecker im Handelsregister nicht ein sen Ermessen überlassen« In dem hier vorliegenden Fall hat der Beklagte den zweiten Weg gewählt; Ob er sich jetzt noch seihst für unzulässig hält, weil die Klägerin ausdrück vision lieh erklärt habe, dass sie als eingetragene Inhaberin des Ge schäfts die zu einer Umschreibung erforderliche Zustimmung nicht erteilen werde, bedarf keiner Entscheidung, da das vom Dadurch9 dass der Beklagte und die Klägerin? hat das Handelsgeschäft eine den Vorschriften des Handelsgesetzbuches entsprechende Inhaberin erhalten dem Geschäft unbeschränkt haftet, Die Berechtigung des Beklagten zur Fortführung des Geschäfts für die Klägerin ergibt sich a.us den Bestimmungen des Testaments Diesen ist die Klägerin? unterworfene Wenn auch ein Testamentsvollstrecker grundsätzlich nur die Befugnis hat? dass der Erblasser durch letztwillige Anordnung dem Testamentsvollstrecker die Befugnis einzuräumen auch über den Rahmen des fl 2206 BGB hinaus persönliche Verpflic tungen für den Erben einzugehen (so auch Kipp-Coing § 126 III 2194 BGB kann daher der Testamentsvollstrecker von den Erben die Vollziehun der Bedingung oder Auflage verlangen (vgl RGZ 172? ffit einer derartigen Rechtsauslegung sind auch keine dem Erben nicht zu demutbare Gefahren verbunden* Einmal kann der Erbe? •eine Haf run von der nach § 2 220 BGB der Erblasser den Testamentsvoll- strecker niemals befreien kann« Der Erbe ist auch nach von dem Testamentsvollstrecker Auskünfte und eine regelmässige Rechnungslegung zu verlangenjer ist damit in der Lage, die Geschäftsführung des (Pestaraentsvollstreckers zu beaufsichtigen. des Testamentsvollstreckers vom Nachlassgericht zu verlangen. Schliesslich bedeutet, wirtschaftlich betrachtet, die Führung eines Handelsgeschäfts durch den Testamentsvollstrecker im Ra des Erben für diesen keine grössere Belastung als die treu- händerische Führung unter dem Namen des Testamentsvollstreckers; denn auch bei dieser dürfte dem Testamentsvollstrecker als Treu händer des Erben gemäss § 670 BGB ein Anspruch auf Befreiung von seiner unbeschränkten Haftung an den Erben zuzubilligen sein (so auch insbes. Toraussetzung für die Annahme einer solchen Bedingung oder Auflage für den Erben ist allerdings, dass sich etwas Derartiges aus dem Testament des Erblassers entnehmen lässt s ist aber nach den Feststellungen des Berufungsgerichts getroffen ist, eine zu starke Bindung der Tochter enthie] oe und deshalb als gegen die guten Sitten verstossend nichtig sei lässt sich bei der gegebenen Lage des Falles nicht sagen Die erin ist daher grundsätzlich auch nicht berechtigt und diesem ist es daher möglich, das Geschäft entsprechend der Torschrift des 2216 Abs 1 BGB zu führen Allerdings ist es möglich, da ein tamentsvollstrecker uch entgegen der ihm vom Erblasser auferlegten Terpflieh eine Freigabe* die zur Folge hat. 9 3)» Fine Freigabe ist aber nach den Feststellungen des Berufungsgerichts nicht erfolgte Der Be klagte hat vielmehr bisher trotz der Eintragung der Klägerin im Handelsregister die Verwaltung des Geschäfts unverändert fortgeführt Die Revision der musste daher gemäss
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auch nicht verkennt, einmal die Möglichkeit, dass der Testa-
*
mentsvoilstrecker das Geschäft in eigenem Namen und unter eigener persönlicher Haftung als Treuhänder für Rechnung des Er-
ben führt (so auch RG aaO
142
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KG in JW 1936, 1137 und JPG
18
276 -f). Es ist aber weiter möglich, dass der Testaments
Vollstrecker wie jeder andere Bevollmächtigte das Geschäft un
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ter dem Namen des Erben und dessen persönlicher Haftung führt (vgl Hueck in ZHandR 108, 29 und EG JFG 14, 428 f). Dass hier
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Ordnungen getroffen hat, grundsätzlich seinem pflichtgemäs-
sen Ermessen überlassen« In dem hier vorliegenden Fall hat der Beklagte den zweiten Weg gewählt; Ob er sich jetzt noch seihst
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als Inhaber eintragen lassen und eine persönliche Haftung über
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einer Umschreibung erforderliche Zustimmung
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Beklagten eingeschlagene Verfahren rechtlich bedenkenfrei ist
Dadurch9 dass der Beklagte und die Klägerin? vertreten
durch den ihr zu diesem Zwecke vom Vormundschaftsgericht bestellten Pfleger? ihre Eintragung als Geschäftsinhaberin bewilligt haben? hat das Handelsgeschäft eine den Vorschriften
des Handelsgesetzbuches entsprechende Inhaberin erhalten
9
die
für alle Verbindlichkeiten aus. dem Geschäft unbeschränkt haftet,
Die Berechtigung des Beklagten zur Fortführung des Geschäfts
für die Klägerin ergibt sich a.us den Bestimmungen des Testaments
Diesen ist die Klägerin? da sie die Erbschaft nach diesen Be-
%
Stimmungen nicht ausgeschlagen hat? unterworfene Wenn auch ein
Testamentsvollstrecker grundsätzlich nur die Befugnis hat? Vfer-
*
pflichtungen für-den Nachlass einzugehen? so ist es rechtlich
doch möglich? dass der Erblasser durch letztwillige Anordnung
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einer entsprechenden Bedingung oder Auflage den Erben verpflich-
en kann? dem Testamentsvollstrecker die Befugnis einzuräumen
auch über den Rahmen des
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2206 BGB hinaus persönliche Verpflic
tungen für den Erben einzugehen (so auch Kipp-Coing § 126 III
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S 480
und Donner in DNotZ 1944? 143
f A A57;
anders
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Bondi JW 19 -j ,,
3073 Anm
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Gemäss
2208 Abs 2? 2194 BGB kann
daher der Testamentsvollstrecker von den Erben die Vollziehun
der Bedingung oder Auflage verlangen (vgl RGZ 172? 199 f /205
2077)
ffit einer derartigen Rechtsauslegung sind auch keine
dem Erben nicht zu demutbare Gefahren verbunden* Einmal kann der
Erbe? wenn er das in einer derartigen Ermächtigung des Testa-
•*
mentsvo11streckers liegende Risiko vermeiden will? die Erh-
scha
ehlagen. Sodann haftet der Testamentsvollstrecker
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Erben für jegliches Verschuld
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von der nach § 2 220 BGB der Erblasser den Testamentsvoll-
strecker niemals befreien kann« Der Erbe ist auch nach
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BGB berechtigt? von dem Testamentsvollstrecker Auskünfte und
eine regelmässige Rechnungslegung zu verlangenjer ist damit in
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beaufsichtigen. Wichtige Gründe, insbesondere grobe Pflicht
Verletzung geben ihm nach §2227 BGB das Recht, die Absetzung
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des Testamentsvollstreckers vom Nachlassgericht zu verlangen.
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Schliesslich bedeutet, wirtschaftlich betrachtet, die Führung eines Handelsgeschäfts durch den Testamentsvollstrecker im Ra
des Erben für diesen keine grössere Belastung als die treu-
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händerische Führung unter dem Namen des Testamentsvollstreckers;
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händer des Erben gemäss § 670 BGB ein Anspruch auf Befreiung
von seiner unbeschränkten Haftung an den Erben zuzubilligen sein (so auch insbes. Donner aaO),
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und diesem ist es daher möglich, das Geschäft entsprechend
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12 BGB die Wiederherstel
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aaO Anm 13;
Planck-Flad Anm 4 zu
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