BGH · IV ZR 105/59
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Wird nach § 826 BGB Zahlung einer Rente mit der Behauptung verlangt, der Beklagte habe ein den Kläger benachteiligendes Schcidungsux%teil erschlichen oder er nutze ein unrichtiges Scheidungsurteil in sittenwidriger Weise aus, so ist der Streitwert auf den zwölfeinhalbfachen Wert des einjährigen Bezugs der Rente fe3tzusetzen. i/TSo, Der Antrag des Beklagten, den für die Revisionsinstanz auf 19*600 DM festgesetzten Streitwert anderweitig festzusetzen, wird zurückgewiesen. Bei Ansprüchen, die auf Grund von § 826 BGB mit der Begründung erhoben werden, der Beklagte habe ein unrichtiges Scheidungsurteil erschlichen oder ein solches Urteil in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise ausgenutzt und dadurch dem Kläger einen gesetzlichen Unterhaltsanspruch entzogen, bestimmt sich der Streitwert nicht nach § 13 Abs * 1 GKG» denn in diesem Falle wird ein solcher Unterhalts-anspruch nicht geltend gemacht? Dor Gedanke, aus sozialen Gründen die Prozeßkosten für bestimmte lebenswichtige Prozesse niedrig zu halten, greift bei den Klagen auf Beseitigung der Folgen eines rechtskräftigen Urteils, die die Rechtsprechung nur ausnahmsweise und unter eng begrenzten Voraussetzungen zugelassen hat, nicht durch« Maßgebend ist vielmehr, sofern der Betrag der entzogenen Untorhaltsrente für die Lebenszeit des Berechtigten als Schadensersatz verlangt wird, der zwölfeinhalbfache Wert des einjährigen Bezuges (§ 9 ZPO, § 11 GKG)• Hinzu kommen die Rückstände bis zu dem Zeitpunkt der Zustellung der Klage (vgl.