BGH · IV ZR 103/78 vom 03.10.1979
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Die Anwartschaft eines Soldaten auf Zeit auf Uber-gangsgeblihmisse nach § 11 SVG ist bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs nicht zu berücksichtigen* Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 3. Die Klägerin verlangt von ihm den Ausgleich des Zugewinns Lind hat geltend gemacht, der Beklagte werde bei seiner zu dem 31. Diese Ansprüche seien dem auszugleichenden Endvermögen des Beklagten hinzuzurechnen, soweit er sie im Laufe der Ehe erworben habe. August 1977 hat das Landgericht den Beklagten verurteilt, darin einzuwilligen, daß das zuständige Wehrbereichsgebühmisamt der Klägerin Auskunft darüber erteilt, welche Ubergangsbeihilfe dem Beklagten am 9. Juli 1976 zugestanden hat, und die Klage abgewiesen, soweit die Klägerin eine Beteiligung an den Übergangsgebühmissen des Beklagten verlangt. Gegen diese Entscheidung hat die Klägerin Berufung eingelegt mit dem Antrag, unter teilweiser Abänderung des angefochtenen Urteils den Beklagten weiterhin zu verurteilen, Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß die UbergangsgebÜhmisse eines Soldaten auf Zeit nicht dem Zugewinnausgleich unterliegen und der Klägerin daher insoweit keine Ansprüche auf Zugewinnausgleich gegen den Beklagten zustehen. Nicht zu berücksichtigen sind jedoch Rechtsverhältnisse, die wiederkehrende Ansprüche auf Arbeitsentgelt oder Unterhalts-leistungen vermitteln, weil sie künftiges Einkommen vorwegnehmen und ihre Berücksichtigung den Zugewinnausgleich in die Zeit nach der Beendigung des Güterstandes verlängern würde (Gernhuber a.a.O.; Schwab, Handbuch des Scheidungsrechts, Rdn. 743; OLG Oldenburg FamRZ 1976, 346 m.w.N.). Bei einem Soldaten auf Zeit, der nach der Beendigung seiner Dienstzeit Übergangsgebührnisse nach § 11 des Gesetzes über die Versorgung für die ehemaligen Soldaten der Bundeswehr und ihre Hinterbliebenen (Soldatenversorgungsgesetz - SVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Die Ubergangsgebührnisse nach § 11 Abs. 1 Satz 1 SVG werden Soldaten auf Zeit nach Beendigung ihres Dienstverhältnisses zur Sicherung ihres Lebensunterhalts während einer Übergangszeit gewährt (vgl. Sie entfallen daher, wenn im Anschluß an die Beendigung des Dienstverhältnisses als Soldat auf Zeit ein Dienstverhältnis als Berufssoldat begründet wird (§ 11 Abs. 1 Satz 2 SVG;, oder das Dienstverhältnis durch Tod endet (§ 11 Abs. 5 Satz 2 i.V. m. Die Zahlung kann zwar mit Ausnahmegenehmigung des Bundesministers der Verteidigung auch in größeren Teilbeträgen oder in einer Summe erfolgen (§ 11 Abs. 5 Satz 4 SVG). Nach Nr. 9 der VerwaltungsvorSchriften zu § 11 SVG (abgedruckt bei Brandstetter a.a.O.unter Nr. 612) kann einem solchen Antrag jedoch in der Regel nur dann entsprochen werden, wenn die Übergangsgebühmisse zur Schaffung, Verbesserung oder Erhaltung einer Existenzgrundlage verwendet werden sollen und ihre zweckdienliche Verwendung gewährleistet erscheint. Mit dieser Zwecksetzung und Ausgestaltung des Anspruchs auf Übergangsgebühmisse, insbesondere mit der Regelung in § 11 Abs. 5 Satz 2 SVG lassen sich die Ansicht des OLG Bremen (NJW 1971» 1661), es handele sich um einen Teil der während der Dienstzeit erworbenen Vergütungsansprüche, die lediglich aus Zweckmäßigkeitsgründen am Ende der Dienstzeit gezahlt würden, und die Auffassung des Oberlandesgerichts Nürnberg (MDR 1977, 577), es handele sich um eine Art vorenthaltenen Soldes des Soldaten, nicht vereinbaren. Die Übergangsgebühmisse sind vielmehr als laufendes Einkommen für eine Übergangszeit aus einem früheren Dienstverhältnis anzusehen, das zwar bei der Bemessung des Unterhalts des geschiedenen Ehegatten nach § 5B ff, EheG, nicht aber bei der Berechnung seines Anspruchs auf Zugewinnausgleich berücksichtigt werden kann (ebenso Gernhuber a.a.O.Rdn. 10;