BGH · IV ZB 2/92 vom 12.02.1992
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Bundschuh und die Richter Dr. Schmidt-Kessel, Dr. Ritter, Römer und Dr. Schlichting am 12. Das Landgericht hat den Beklagten verurteilt, der Klägerin die Jahresabschlüsse der F. Das Berufungsgericht hat den Wert des Streitgegenstandes für das vom Beklagten angestrengte Berufungsverfahren auf 200 DM festgesetzt und hat die Berufung durch den angefochtenen Beschluß als unzulässig verworfen. Die sofortige Beschwerde des Beklagten gegen diese Verwerfung ist unbegründet. Die Beschwer eines Beklagten, der verurteilt ist, Auskunft zu erteilen und Einsicht in Unterlagen zu gewähren, bemißt sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nach dem Interesse des Verurteilten, die Auskunft nicht erteilen und die Einsicht nicht gewähren zu müssen. Geheimhaltungsinteressen des Beklagten oder der GmbH, die das Unternehmen des Erblassers gepachtet hat, sowie die Befürchtung erheblicher Schäden für diese GmbH sind nicht näher dargelegt und können eine Erhöhung der Beschwer über die vom Berufungsgericht berücksichtigten geschätzten Kosten des Beklagten für die Einsichtnahme daher ebenfalls nicht rechtfertigen.