BGH · IV ZB 97/72 vom 14.03.1973
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März 1973 durch den Vorsitzenden Richter Dr* Hauß und die Richter Johannsen, Dr. Pfretzschner, Dr. Reinhardt und Dr. Bukow beschlossen: Die sofortige Beschwerde des Beklagten gegen den Beschluß des 11. Nachdem er auf dessen Unzuständigkeit hingewiesen worden war» nahm er dort das Rechtsmittel zurück und legte am 19# September 1972 Berufung bei dem Oberlandesgericht ein; zugleich beantragte er die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen den Ablauf der Berufungsfrist. Das Oberlandesgericht hat diesen Antrag als unbegründet angesehen und die Berufung als unzulässig verworfen. Das Berufungsgericht hat mit Recht ein Verschulden des Prozeßbevollmächtigten darin erblickt, daß er die derzeit schon seit zwei Jahren in Kraft befindliche Bestimmung des § 119 Nr. 1 GVG übersehen und hierdurch die rechtzeitige Einlegung der Berufung bei dem zuständigen Oberlandesgericht versäumt hat (vgl. Pie Anwendung der Bestimmung in Kindschafts Sachen ist nach der zutreffenden Ansicht des Berufungsgerichts mit dem Grundgesetz vereinbar» wie der erkennende Senat wiederholt ausgesprochen hat (Beschluß vom 15. Dem für die Beschwerdeinstanz fortgeltenden Antrag des Beklagten, die Entscheidung im vorliegenden Verfahren bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Vorlagebeschlüsse des Oberlandesgerichts Celle (FamRZ 1972, 99) zurückzusteilen, kann im Hinblick auf die bereits ergangenen Beschlüsse des erkennenden Senats und die nicht vertretbare weitere Hinauszügerung des Eintritts der Rechtskraft ln dem Statusverfahren nicht stattgegeben werden.