BGH · IV ZB 72/63 vom 06.05.1963
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Die sofortige Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 1 0«, Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 8* November 1962 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen. In dem vorliegenden Verfahren handelt es sieh um den Anspruch der Klägerin auf eine Rente wegen Schadens an leben nach ihrem durch nationalsozialistische Verfolgungsmaßnahmen getöteten Ehemann«, Diese Rente ist ihr anfangs nach dem US-EG zugesprochcn worden« Nach dem Inkrafttreten des Bundes-entschädigungsgesetzes und der dazu ergangenen ersten Durchführungsverordnung hat das beklagte Land die Rente durch Bescheid vom 25o Februar 1958 mit Wirkung vom 1« November 1953 neu festgesetzt«, Dieser Bescheid ist rechtskräftig geworden«, In dem vorliegenden Verfahren macht die Klägerin weitergehende Ansprüche auf Grund der zweiten Verordnung zur ‘Änderung der 1«, 2« und 5« Verordnung zur Durchführung des Bundes-entschädigungsgesetzes vom 25« Februar I960 (BGBl IS.« 150) geltend« Ihre Klage ist durch das angefochtene Urteil abge-wiecen worden« Das Oberlandesgericht hat die Revision nicht zugelassen« Die von der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegte sofortige Beschwerde ist unbegründet«, denn es ist keiner der Gründe gegeben, aus denen nach § 219 BEG allein die Revision zugelassen werden darf« Das angcfochte-ne Urteil stimmt in den entscheidungserheblichen Rechtsfragen mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs überein«- Insoweit sind Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung nicht zu entscheiden« Auch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung fordert hier keine Entscheidung des Bundesgerichtshof Die Klägerin behauptet, ihr Ehemann habe vor Beginn der Verfolgung, die zu seinem l’ode geführt habe, ein Einkommen von jährlich mindestens 12 0Ö0 RM gehabt« Unter dieser als der Bescheid vom 25» Februar 1958 erging, eine Rente nach Maßgabe der Bezüge eines Beamten des höheren Dienstes beanspruchen können» Sie hat jedoch dahingehende Rechte nicht geltend gemacht? rechtskräftig werden lassen» Durch die zweite Verordnung zur Änderung der 1», 2» und 3« Verordnung zur Durchführung des Bundesentschädigungsgesetzes vom 25» Februar I960 ist sonach die P.e cki-rr.tc 11 ung der Klägerin nicht verbessert worden» Bine erneute Entscheidung auf Grund der zweiten Verordnung zur Änderung der 1», 2» und 3o Verordnung zur Durchführung des Bundesentschädigungsgesetzes ist nach Art» IV dieser Verordnung nur zulässig? wenn der jetzt vorgetragene Sachverhalt schon nach der früheren Rechtslage zur Einstufung in dieselbe vergleichbare Beamten-gruppe geführt hätte, in die der getötete Verfolgte auch nach der auf Grund der zweiten Verordnung zur Änderung* der 1»?