BGH · IV ZB 71/58 vom 25.01.1958
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Gesetz: BEG §§ 209, 224; ZPO §§ 104, 569; BBAGebO § 19 Kechtssatzs In Koetenfestset2ungsverfahren besteht für die Einlegung einer sofortigen Beschwerde bei Ent-schädigungssachen kein Anwaltszwang.» Gemäß den Vorschriften der 55 78, 569 Abs. 2 ZPO, die gemäß § 19 BKAGebO auch auf die Festsetzung der Vergütung für den Rechtsanwalt als Prozeßbcvollraächtigten anzuwenden sind, kann in einem Kostonfestsetzungsverfahren in einem Rechtsstreit, der nicht bei einem Amtsgericht anhängig ist oder war. eine Beschwerde nur durch einen Rechtsanwalt eingelegt werden, der zu einer Vertretung vor dem Gericht befugt ist, bei dem die Beschwerde eingelegt wird* Mit Rück-sicht darauf aber, daß in Entschädigungssachen nach § 224 Abs, 1 3J5G im Verfahren vor den Landgerichten kein Anwaltszwang besteht und der Rechtsstreit vor einem Landgericht anhängig gewesen ist, erfordert die im § 209 Abs. 1 3EG vorgeschriebene sinngemäße Geltung der Vorschriften der Zivilprozeftordnuig eine Anwendung des $ 563 -‘be* 2 Satz 2 ZPO. "In Fällen der sofortigen Beschwerde tritt an Stelle der Notfrist des § 577 Abs. 2 ZPO eine Rotfrist von 3 Konaten" bestehen keine Bedenken, diese Frist auch für Fälle einer sofortigen Beschwerde in Kostenfestsetzungssachen gelten zu lassen (vgl. Trotzdem muß die Beschwerde des Klägers als unzulässig verworfen werden, da sie sich gegen eine Entscheidung des Oberlai^desgerichts richtet und gemäß § 569 Abs,.